Wahl in Thüringen Ramelow ist erster linker Ministerpräsident

Linkspartei-Kandidat Bodo Ramelow musste in Thüringen um den Ministerpräsidentenposten zittern. Doch im zweiten Wahlgang war er erfolgreich. Damit ist er der erste deutsche Ministerpräsident aus den Reihen der Linken.
Update: 05.12.2014 - 10:56 Uhr 16 Kommentare

Ramelow kann doch noch gewinnen

BerlinBodo Ramelow ist als erster Politiker der Linkspartei zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes gewählt worden. Der 58-jährige Regierungschef einer rot-rot-grünen Koalition in Thüringen erhielt am Freitag im Erfurter Landtag im zweiten Wahlgang die 46 von 90 gültigen Stimmen.

Im ersten Wahlgang hatte Ramelow noch eine Stimme aus seinem rot-rot-grünen Bündnis gefehlt. Der neue Regierungschef wurde gleich im Anschluss an die Wahl im Landtag vereidigt und wollte danach sein Kabinett benennen. Die Linke bekommt vier Ministerposten, die SPD drei und die Grünen zwei.

Die CDU, die Thüringen seit 24 Jahren regiert hatte, schickte im ersten und zweiten Wahlgang keinen Kandidaten ins Rennen. Zusammen mit der rechtspopulistischen AfD kommt der konservative Block im Landtag auf 45 Stimmen - nur eine weniger als Rot-Rot-Grün.

Linke, SPD und Grünen hatten seit der Landtagswahl Mitte September intensive Verhandlungen geführt und den Koalitionsvertrag von ihren Mitgliedern abstimmen lassen. Ramelows Wahl war nun mit Spannung erwartet worden. Vor allem in der SPD hatte es vor der Entscheidung für eine Koalition mit Linkspartei und Grünen große Kritik gegeben, mit Ramelow einen Vertreter der SED-Nachfolgepartei zum Regierungschef zu wählen. Allerdings lief auch bei der Wahl der scheidenden Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht vor fünf Jahren nicht alles glatt: Sie wurde erst im dritten Wahlgang gewählt, obwohl die Regierungskoalition aus CDU und SPD drei Stimmen mehr als notwendig hatte.

  • dpa
  • rtr
Startseite

16 Kommentare zu "Wahl in Thüringen: Ramelow ist erster linker Ministerpräsident"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Herr Fred Meisenkaiser

    Wie sagte Oettinger damals:" Filbinger war kein Widerstandskämpfer, aber auf jeden Fall ein Gegner des damaligen Systems".

    Damit erwarb er die Fahrkarte nach Brüssel.

  • Herr Dannenberg,
    die Grünen sind doch selbst Kommunsiten.
    Ich halte die Grünen für die gefährlichste Partei mit ihrem Rassismus gegen Deutsche

  • Der Abstieg der SPD begann doch mit H4 und vielen sozialen Grausamhkeiten, um mit der CDU an die Macht zu kommen.
    Die SPD hat das Soziale verloren. So gesehen ist das Zusammengehen mit den Linken nur förderlich.

    Außerdem, wer hat sich bei uns daran gestört, dass jahrelang die ganzen Nazis in den Parlamenten saßen? Und die hatten Millionen auf dem Gewissen.
    Man denke an Oettinger, der ja Filbinger gut findet. Wir sollten also den Ball sehr flach halten.

  • >> Ramelow ist erster linker Ministerpräsident >>

    verstehe die Aufregung nicht.

    Nach dem wir schon seit 10 Jahren eine FDJ-Sekretärin zur Kanzlerin haben,

    einen Staasi- Handlanger zum Präsidenten,

    eine FDJ-Sekretärin Lieberknecht als Ministerpräsidentin in Thüringen,

    warum soll es den keinen Wessi zur Abwechslung als Ministerpräsidenten der Linken geben...?

    Haben die Wessis denn gar nichts mehr zu melden in unserem DDR 2.0 Staat ? Wo bleibt denn die Selbstbestimmung der Völker ?

  • Läuft doch alles blendend. Wir befinden uns auf einem alternativlosen Weg. Frage ist, wohin er uns führen wird :).................

    Wir sind bereits "geführt" worden und stehen vor dem Abgrund und müssen nur noch springen, traurig aber Wahr.

  • Der Absch..m der Menschheit!
    Zeit diesem Land den Rücken zu kehren und zum völligen Leistungsverweigerer zu werden!

  • Ist doch erfreulich, wie es derzeit überall bergauf geht:

    In Thüringen sitzen wieder heimliche Kommunisten in der Regierung, Deutschland's Sparer haben 300 Milliarden Euro durch die Niedrigzinspolitik verloren, ein Großteil der Kommunen ist pleite, die Zuwanderungswelle wird langsam zu einem Tsunami, die Islamisten gehen immer mutiger und ungenierter ans Werk, die Einbruchsorgien erreichen Höhepunkte, die Energiewende bürdet Unternehmen und Bürgern fröhlich Kosten auf und der Euro ist weiterhin Symbol für Frieden und Wohlstand.

    Läuft doch alles blendend. Wir befinden uns auf einem alternativlosen Weg. Frage ist, wohin er uns führen wird :)

  • Die SPD hat sich meines Dafürhalten damit minimalisiert. Oder glaubt diese Partei etwa, dass jemand noch einen Knochen von denen nehmen will? Zu den Bündnis 90/Grüne ist doch noch nur noch zu sagen - wie groß muss die Gier nach Pöstchen sein um den Ostdeutschen einen richtig "beizupuhlen", oder wie es zu verstehen das ausgerechnet die mit der PDS ein Bündnis eingehen.

  • @Willi Kammschott

    Das Geld für die Mauer können wir Steuerzahler uns sparen, denn das Stasipack wurde längst umgenannt:

    Es heißt jetzt BND/Verfassungsschutz.

  • Die meisten ehemaligen SED-Mitglieder sind heute in der CDU! ....

    Das sind größtenteils jene die mit den Wölfen geheult haben um studieren und eine Ausbildung zu machen, aber schnell erkannt haben das sie auf der falschen Seite standen. Das scheint wie es in Thüringen z.Z. aussieht bei den Sozen nicht so zu sein.
    Da scheint jetzt Zusammen zu wachsen was schon mal zusammen wachsen MUßTE.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%