„Wahlarena“
Angela Merkel verärgert Homosexuelle

Angela Merkel stand in der ARD-Sendung „Wahlarena“ Rede und Antwort. Ihre Äußerungen über das Adoptionsrecht für Homosexuelle stieß dabei auf Unverständnis. Die SPD und der Lesben- und Schwulenverband zeigen sich empört.
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BerlinDie SPD und der Lesben- und Schwulen-Bundesverband haben empört auf Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum eingeschränkten Adoptionsrecht für Homosexuelle reagiert. SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles warf Merkel am Dienstag in Berlin eine Diskriminierung von Lesben und Schwulen vor. Merkel habe am Montagabend in der ARD-Sendung „Wahlarena“ „völlig argumentationsfrei ihre persönlichen Vorurteile offenbart“, meinte Nahles.

In der Sendung mit 150 Wählern, die die Kanzlerin direkt befragen konnten, hatte ein bekennender Homosexueller Merkel mit der Ablehnung der vollen Gleichstellung von Homo-Paaren bei Adoptionen durch ihre CDU konfrontiert. Merkel antwortete: „Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass ich mich schwertue mit der kompletten Gleichstellung (...) Ich bin unsicher, was das Kindeswohl anbelangt.“ Sie wolle das sagen dürfen, ohne damit Menschen diskriminieren zu wollen. Der Mann entgegnete, auch ihm und seinem Partner gehe es um das Kindeswohl.

Nahles sagte, das Bundesverfassungsgericht habe die Regierung sechsmal in Folge in der Frage der Gleichberechtigung korrigiert. Die SPD ist für die Ehe von Homosexuellen mit voller Gleichstellung beim Adoptionsrecht und beim Steuerrecht.

Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Axel Hochrein, erklärte: „Die Kanzlerin konnte in der ARD-Wahlarena für ihre Ablehnung des Adoptionsrechtes für gleichgeschlechtliche Paare kein einziges Argument nennen, außer dass sie sich bei dem Thema persönlich schwertue.“ Er verwies auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach Unterschiede zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft, die die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen könnten, nicht bestünden. Maßstab sei die Verfassung und nicht ein persönliches Bauchgefühl.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nunja, solange es eine katholische Kirche mit 1,1 Milliarden Mitgliedern und der Vermögensausstattung mehrerer Dutzend Großkonzerne gibt, würde ich mir nicht wirklich Sorgen darüber machen, dass es keine schlagkräftigen Verbände gäbe, welche die Meinung der "Normalen" vertreten.

  • "klar ist auch, dass so eine Beziehung oft nicht sehr langlebig ist..bzw sich Männer sehr schnell Betrügen usw"

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    Ach ja, das ist klar?

    In dieser Weltsicht ist dann womöglich auch "klar", dass Neger dumm und faul sind, Frauen nicht logisch denken können, Ausländer nur betrügen, Polen nur stehlen, Politiker nichts taugen, Chinesen keine eigenen Ideen haben und Alte nur der Gesellschaft zur Last fallen.

    Aber nehmen wir doch einfach mal an, es sei so.

    Was machen wir denn dann mit den heterosexuellen Paaren, die sich nicht treu sind und deren Beziehung vorzeitig auseinandergeht? Dürfen die Kinder haben?

    Klar dürfen sie. Und keiner hat seltsame Vorstellungen darüber, dass deren Kinderwunsch "sehr egoistisch" sei.

  • Anonym
    dem kann ich voll und ganz zustimmen.

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