Wahlbeteiligung fast wie 1999
Countdown in Sachsen und Brandenburg

Die Beteiligung an den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg ist kurz vor Schließung der Wahllokale ähnlich hoch gewesen wie 1999. In Sachsen hatten bis 16.00 Uhr 44,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

HB POTSDAM/DRESDEN. Das waren nur geringfügig weniger als bei der Wahl von 1999, als zu dieser Zeit 46,2 Prozent erreicht wurden. Nach Angaben des Landeswahlamtes in Potsdam gingen in Brandenburg bis 14.00 Uhr 30,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen. Vor fünf Jahren seien es bis zu diesem Zeitpunkt 30,2 Prozent gewesen.

Die insgesamt 5,7 Millionen Wahlberechtigten in Brandenburg und Sachsen entschieden, ob die SPD/CDU-Koalition in Potsdam und die CDU- Alleinregierung in Dresden ihre Arbeit fortsetzen können. Mit Spannung wurde auch das Abschneiden der PDS sowie der rechtsextremen NPD und DVU erwartet. In Sachsen waren 3,6 Millionen Menschen wahlberechtigt, in Brandenburg 2,1 Millionen.

Die CDU in Sachsen musste nach Umfragen mit Einbußen rechnen. Die PDS wollte zweitstärkste Partei bleiben. Die SPD versuchte, ein Ergebnis über der Zehn-Prozent-Marke zu sichern. Die NPD stand vor dem Einzug in den Landtag. SPD-Spitzenkandidat Thomas Jurk rief die Menschen auf, zur Wahl zu gehen. „Nur so kann der Einzug der NPD verhindert werden.“ Skeptischer hatte sich der sächsische PDS- Spitzenkandidat Peter Porsch geäußert. „Wie es alle Signale zeigen, wird das nicht abzuwenden sein“, sagte er nach seiner Stimmabgabe.

Die meisten Sachsen gingen im Regierungsbezirk Dresden in die Wahllokale (47,1 Prozent bis zum Nachmittag). Es folgten die Regierungsbezirke Chemnitz mit 45,1 Prozent und Leipzig mit 41,4 Prozent, teilte Landeswahlleiterin Irene Schneider-Böttcher mit. Zudem wurde mit einem Anteil der Briefwähler von 6,1 Prozent gerechnet. Die Stimmabgabe in den 3864 Wahllokalen verlief nach den Angaben ohne Zwischenfälle.

Zur Landtagswahl in Sachsen traten 369 Bewerber von 13 Parteien auf Landeslisten an. Daneben gab es in den 60 Wahlkreisen 391 Direktkandidaten. 1999 kam die CDU auf 56,9 Prozent, die PDS auf 22,2 Prozent und die SPD auf 10,7 Prozent. Grüne und FDP erhielten 2,6 beziehungsweise 1,1 Prozent, die NPD 1,4. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,1 Prozent.

In Brandenburg traten 481 Kandidaten von 15 zugelassenen Parteien und politischen Gruppierungen zur Wahl an. Dabei zeichnete sich zwischen SPD und PDS ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die CDU hoffte ebenfalls, stärkste Partei zu werden. Die DVU hatte Chancen, erneut die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Auch Grüne und FDP hatten Chancen auf den Einzug in den Landtag. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gab am Mittag in Potsdam seine Stimme in einem der landesweit 3314 Wahllokale ab. CDU-Spitzenkandidat und Innenminister Jörg Schönbohm wählte am Vormittag in Kleinmachnow bei Potsdam.

Bei der Landtagswahl 1999 erreichte die SPD 39,3 Prozent und wurde damit stärkste Fraktion im Potsdamer Landtag. Die CDU kam auf 26,6 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die PDS mit 23,3 Prozent. FDP und Grüne scheiterten mit jeweils 1,9 Prozent klar an der Fünf-Prozent- Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,3 Prozent.

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