Wahlbeteiligung
Nichtwähler dominieren die Berlin-Wahl

Zwei Ergebnisse der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhauswahl stehen praktisch schon fest: SPD-Mann Wowereit wird Regierender Bürgermeister bleiben und die Wahlbeteiligung wird noch niedriger ausfallen als vor fünf Jahren.
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BerlinBei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat sich bis zum Nachmittag eine eher schwache Beteiligung abgezeichnet. Wie Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach am Sonntag mitteilte, gaben bis 16 Uhr 46 Prozent der rund 2,47 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren es um diese Zeit 47,5 Prozent.

Die Einwohner der Bundeshauptstadt entscheiden über mindestens 130 Sitze im Landesparlament, zusätzlich wird über die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen abgestimmt. 2006 hatte die Wahlbeteiligung bei 58 Prozent gelegen, was ebenfalls schon ein deutlicher Rückgang gegenüber den Wahlen davor war. 2001 hatte die Beteiligung noch gut 68 Prozent betragen.

Nach den letzten Umfragen ist die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit klarer Favorit, allerdings gibt es wahrscheinlich keine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-roten Koalition. Die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Renate Künast und die CDU mit dem Spitzenkandidaten Frank Henkel sind weit abgeschlagen.

Die Piratenpartei, die vor allem für mehr Freiheit im Internet wirbt, hat möglicherweise Chancen, erstmals in ein Landesparlament einzuziehen. Mit Spannung wird zudem erwartet, ob der FDP trotz schlechter Umfragewerte nach dem Vorstoß ihres Bundesvorsitzenden Philipp Rösler zu einer Insolvenz Griechenlands doch noch der Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus gelingt.

Wowereit ist seit gut zehn Jahren im Amt, seit Anfang 2002 steht er an der Spitze einer rot-roten Koalition. Er hat sich im Wahlkampf explizit ein rot-grünes und ein rot-rotes Bündnis offengehalten, aber auch ein Zusammengehen mit der CDU nicht ausgeschlossen.

Bei der Wahl von 2006 kam die SPD auf 30,8 Prozent, die CDU auf 21,3 Prozent. Die Linke schaffte 13,4 Prozent, die Grünen konnten mit 13,1 Prozent fast gleichziehen. Die FDP erreichte 7,6 Prozent.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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