Wahlen
Grüne holen im Ländle neun Direktmandate

Nach der Landtagswahl kommt es in Baden-Württemberg zum Machtwechsel. Das Land dürfte einen Grünen-Ministerpräsidenten bekommen. Der Live-Ticker von Handelsblatt Online informiert auch über die Wahlen in Rheinland-Pfalz.
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Die Tage von Stefan Mappus (CDU) als Ministerpräsident Baden-Württembergs sind gezählt.

+++22.18 Uhr+++

Die SPD unter Ministerpräsident Kurt Beck hat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nach dem vorläufigen Endergebnis ihre absolute Mehrheit verloren. Nach vorläufigen Zahlen des Landeswahlleiters kam die SPD mit deutlichen Verlusten bei der Landtagswahl am Sonntag auf 35,7 (2006: 45,6) Prozent der Stimmen. Für die CDU wurden 35,2 (32,8) Prozent ermittelt. Die Grünen ziehen mit 15,4 (4,6) Prozent nach fünf Jahren wieder in den Mainzer Landtag ein. Die FDP kommt auf 4,2 (8,0) Prozent. An der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist auch die Linke mit 3,0 (2,6) Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,8 (58,2) Prozent.

+++22.16 Uhr+++

Im Siegestaumel nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben mehrere hundert Gegner des Milliardenprojekts Stuttgart 21 am Hauptbahnhof randaliert. Sie rissen einen Bauzaun nieder, skandierten „Mappus ist weg, der Zaun muss weg. Baustopp jetzt“ und zündeten Feuerwerkskörper. Die Polizei sprach zunächst von einer „unklaren Lage“. Eine Blaskapelle spielte „Freude schöner Götterfunken“.

+++21.57 Uhr+++

Die CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, hat den Grünen ein Gesprächsangebot unterbreitet. „Ich mache es gerne auch offiziell, das kann man auch gerne machen: Dass Demokraten miteinander reden, Frau Lemke, das Angebot steht“, sagte Klöckner am Sonntagabend im Landtag an die Adresse der Grünen-Spitzenkandidatin Eveline Lemke. Grünen-Spitzenkandidat Daniel Köbler wies darauf hin, dass die Grünen vor der Wahl erklärt hatten, sie hätten größere inhaltliche Schnittmengen mit der SPD. „Deswegen wird man darüber reden.“

+++21.35 Uhr+++

Schwacher Trost für den aller Wahrscheinlichkeit nach scheidenden Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU). In seinem Pforzheimer Wahlkreis setzte er sich souverän mit 44,5 Prozent der Stimmen durch. Damit entschieden sich fast doppelt so viele Wähler für ihn wie für die zweitstärkste Kraft, die SPD (22,8 Prozent).

+++21.32 Uhr+++

Die Grünen haben nicht nur drei von vier Direktmandaten in Stuttgart erobert, sondern haben sich auch in den beiden Freiburger Wahlkreisen durchgesetzt, außerdem in Konstanz, Heidelberg und in einem Mannheimer Wahlkreis. In Tübingen kamen sie wie die CDU auf 32,1 Prozent und setzten sich mit 26 Stimmen Vorsprung durch. Die SPD verteidigte Mannheim I, wo sie schon 2006 gewonnen hatte. Es war damals das einzige Direktmandat im ganzen Land, das nicht an die CDU ging.

+++21.22 Uhr+++

Nach dem vorläufigen Endergebnis vom Sonntagabend kommen Grüne und SPD zusammen auf 71 Sitze im Stuttgarter Landtag, wobei die Grünen einen Sitz mehr erringen als die SPD. CDU und FDP erreichen dagegen nur 67 Mandate, davon gehen 60 Sitze an die Union, die stärkste Fraktion im Landtag bleibt.

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