Wahlfälscher-Affäre
Hohlmeier gibt eigene Fehler zu

HB BERLIN. Die nach massiven Wahl-Manipulationsvorwürfen aus dem Amt geschiedene bayerische Schulministerin Monika Hohlmeier hat in einem Gespräch mit «Focus» Fehler zugegeben.

«Ich habe wiederholt geäußert, dass ich für mich nicht in Anspruch nehme, fehlerfrei zu sein, und dass ich sicher auch Fehler gemacht habe», sagte die Tochter von Franz Josef Strauß dem Magazin. Von der «Art und Weise, wie einzelne gegen mich vorgehen», sei sei aber betroffen, so die CSU-Politikerin.

Hohlmeier bezog sich damit unter anderem auf Äußerungen des Münchner CSU-Fraktionschefs Hans Podiuk, der sie offen der Lüge bezichtigt. Podiuk hatte auch behauptet, sie habe die Manipulationen organisiert und die Wahlfälscher gedeckt.

Gegen die Vorwürfe will sich die frühere Ministerin im nach ihr benannten Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtag wehren. Sie werde «klar und offen» aussagen und deutlich machen, «dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe definitiv falsch sind», kündigte Hohlmeier an.

Sie sei aber weit davon entfernt, «sich nun in einen Kleinkrieg zu begeben und persönliche Grabenkämpfe zu führen», sagte die 42-Jährige. Besonders betroffen habe sie, «dass jede noch so unsinnige Verdächtigung gegen mich am Ende unbesehen geglaubt wurde».

Über die Nachfolge Hohlmeiers wird unterdessen heftig spekuliert. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der CSU-Schulexperte Siegfried Schneider und die stellvertretende Landtags-Fraktionschefin Renate Dodell. Eine Zusammenlegung von Wissenschafts- und Kultusministerium mit einem Superminister Thomas Goppel sei unwahrscheinlich, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Laut einem Sprecher will Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber bereits am Mittwoch der CSU-Fraktion seinen Personalvorschlag vorlegen. Am Donnerstag könnte der Nachfolger dann im Landtag vereidigt werden.

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