Wahljahr 2013: FDP kämpft um ihr Überleben

Wahljahr 2013
Wer kann mit Merkel? Wer will mit Merkel?

FDP kämpft um ihr Überleben

Für die Liberalen geht es im kommenden Jahr um das nackte Überleben. Bundesweit notiert sie knapp unter oder über fünf Prozent. Und scheitert sie in Röslers Heimatland Niedersachsen tatsächlich, dann steht der Parteichef und Vizekanzler vor dem Ende seiner politischen Karriere, die FDP müsste sich mal wieder personell neu aufstellen und dürfte in ihrer personellen Notlage schon wieder auf Rainer Brüderle angewiesen sein.

Aber auch für die CDU wäre ein Scheitern der FDP in Niedersachsen eine mittlere Katastrophe. Die Neuauflage von McAllisters Bündnisses wäre hinfällig – und die Aussichten einer schwarz-gelben Koalition im Bund stark getrübt.

Zwar rechnen nach der jüngsten Emnid-Umfrage zwei Drittel der Bundesbürger damit, dass Merkels auch nach der Wahl im Herbst Kanzlerin bleibt. Die Union lag in Umfragen zuletzt bei 40 Prozent, die SPD zwischen 27 und 30 Prozent, die Grünen um die 14 und die Linke um 8 Prozent.

Wie schnell es in Deutschland inzwischen mit den Stimmungen geht, zeigt die Piratenpartei: Nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen in Berlin, Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen galten sie schon als etabliert. Doch die Umfragen sehen sie derzeit weder in Niedersachsen, noch in Bayern und auch nicht im Bund im Parlament.

Damit könnte die FDP mal wieder den entscheidenden Ausschlag in der Bundespolitik geben, wenn sie wieder ins Parlament kommt. Obwohl es in der schwarz-gelben Koalition seit dem Start 2009 rumpelt und kracht, wird Merkel nicht müde, die FDP als natürlichen Partner der Union zu beschreiben. Aber außer der FDP will auch niemand mit der Merkel-Partei eine Polit-Ehe eingehen.

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