Wahljahr 2013

Rentnern droht nur Mini-Erhöhung

Die Rente ist bei allen Parteien Thema im Wahlkampf. Jetzt zeigt sich: Ausgerechnet im kommenden Jahr könnten Pensionäre bei der Erhöhung der Renten fast leer ausgehen.
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Rentner könnten 2013 fast leer bei der Erhöhung der Bezüge ausgehen. Quelle: dpa

Rentner könnten 2013 fast leer bei der Erhöhung der Bezüge ausgehen.

(Foto: dpa)

BerlinDen 20 Millionen Rentnern droht ausgerechnet im Wahljahr 2013 nur eine Mini-Erhöhung ihrer Altersbezüge. Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft für das Handelsblatt (Montagausgabe) zeigen, dass die Renten im Westen kommendes Jahr voraussichtlich nicht wie bislang erwartet um gut zwei, sondern nur um etwa ein Prozent steigen werden. „Grund dafür ist, dass bei der Berechnung der letzten Rentenerhöhung mit aus heutiger Sicht veralteten Zahlen gerechnet worden ist“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss.

Andere Rentenexperten bestätigen diese Einschätzung im Grundsatz. Sie halten sogar eine Rentenerhöhung von unter einem Prozent für möglich. Ein statistischer Sondereffekt werde „im kommenden Jahr die Anpassung der Renten spürbar vermindern“, hieß es aus der Bundesbank. Schuld an diesem Effekt ist die schwere Rezession im Jahr 2009, als erstmals in der deutschen Geschichte vor allem wegen der weitverbreiteten Kurzarbeit die gesamtwirtschaftlichen Löhne schrumpften. Da bei der Anwendung der sehr komplexen Rentenformel auch ältere Lohndaten herangezogen werden müssen, kommen ausgerechnet bei der Berechnung der Rentenerhöhung im nächsten Jahr die allein auf einem statistischen Effekt beruhenden Niedriglöhne des Jahres 2009 zur Wirkung.

Für die Bundesregierung ist diese Entwicklung alles andere als komfortabel. Denn die Rentner werden sich kaum mit dem Hinweis begnügen, dass die technische Benachteiligung im nächsten Jahr durch Korrekturen in den Folgejahren ausgeglichen wird
Im Gegenteil erwarten die Sozialverbände, dass die Rentner angemessen vom Aufwärtstrend bei Löhnen und Beschäftigung profitieren.

Dies würde auch geschehen, würde der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel mit aktuellen Zahlen berechnet. Er dämpft den Rentenanstieg nur, wenn die Zahl der Rentner schneller als die der Beitragszahler wächst. Genau dies war 2011 aber Dank des kleinen deutschen Beschäftigungswunders nicht der Fall.

Betriebsrenten auf der Kippe

Die erste offizielle Schätzung der Rentenerhöhung gibt es Anfang November, wenn die Rentenversicherung ihre Herbstschätzung vorlegt. Es sei gut möglich, so hieß es in den Expertenkreisen weiter, dass sie dann neben der mageren Rentenerhöhung bekannt geben wird, dass wegen der guten Einnahmen der Rentenbeitrag 2013 statt von 19,6 auf 19 sogar auf 18,9 Prozent gesenkt werden kann. Das würde die Kluft zwischen der Minirentenerhöhung und dem Zuwachs bei den verfügbaren Einkommen der Beitragszahler noch vergrößern.

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59 Kommentare zu "Wahljahr 2013: Rentnern droht nur eine Mini-Erhöhung der Bezüge"

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  • Man fragt sich inzwischen als Rentner wirklich, warum man Jahrzehnte ununterbrochen arbeiten gegangen ist und fleissig in die Sozialkassen eingezahlt hat! Der Rentner des Mittelstandes hat heute ca. 850 € netto im Monat und muss damit auskommen.Ein Mensch, der nie oder kaum arbeiten gegangen ist, erhält Hartz IV mit inzwischen 382 € cash! Miete und Heizung werden vom Amt übernommen.Alles klar, warum denn noch arbeiten gehen, wenn es mit Hartz IV sicherer ist. Dort findet regelmäßig eine Anpassung der Regelsätze statt, so das kein Verlust der Kaufkraft vorliegt. Bei Rentner trifft dieses nicht zu. Die minimalen Erhöhungen der Rente (1-2% jährlich) treibt die Menschen durch starken Kaufkraftverlust der Währung in die Altersarmut!

  • Was reden Sie da für einen Unsinn, wenn Sie behaupten Steuerfinanzierung sei besser. Die üppigen Erhöhungen
    der Beamtenpensionen resultieren lediglich daraus, dass die Beamtenschaft eine mächtige Lobby im Parlament hat, die auch dann noch rumschreit als würde ihr Beamtenklientel samt zugehörigen Pensionären am Marterpfahl gefoltert, wenn die Beamtenschaft samt zugehöriger Pensionäre schon in Privilegien ersäuft.
    Kein Wunder, dass auf Gran Canaria nur noch Beamtenpensiönäre, Gutverdienende und Millionäre rumlaufen. Dem einfachen Volk und den kleinen Rentnern bleibt nur noch der Platz in der Gosse. Eine Megaschande!

  • Tja, Beamtenpensionen sind dieses Jahr rückwirkend um 3,3 % gestiegen. Und das bei sehr viel höheren Ausgangsniveaus von Pensionen. Irgendwie scheint eine reine Steuerfinanzierung doch besser zu sein.

  • Sorry, da ist ein Dreckfuhler drin, richtiger wäre:

    Auf keinen Fall soll man eine Zweitstimme vergeben

  • Der Bundestag ist -wie das ZK in der exDDR- ebenfalls immer mit den gleichen Figuren von Grün bis tiefRot besetzt. Logischerweise und auch aus vielen anderen Gründen kann man keine dieser Blockflöten mehr wählen. Unsere sogenannte Demokratie hat leider sehr viele und sehr gravierende Mängel.

    Aber wen wä#hlen? Was man überhaupt nicht mehr ankreuzen darf sind Partei-Listen, also Pakete von "verdienten" Parteigenossen die sich dem Fraktionszwang ergeben haben. Womit die Diktatur von Parteien weiter zementiert wird.

    Es bleibt dann nur noch die Vergabe von Erststimmen. Und unter den Direktkandidaten sich den richtigen auszusuchen ist sicher viel Arbeit für den Wähler. Solche klare Entscheidungen wie zwischen Bosbach (dem unabhängig und für Deutschland denkenden) und Profalla (dem pöbelnden Parteisoldat) sind ja oft nicht möglich. Wer sich aber mit den Kandidaten ernsthaft befasst wird auch sicher eine richtige Wahl treffen.

    Erinnert sei an den Spruch von Clemens - der bei der SPD immerhin sein Parteiausschlussverfahren (!) auslöste:

    Deshalb wäge und wähle genau,
    wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat,
    wem er sie anvertrauen kann ,- und wem nicht!

    Auf keien Fall sollte man keine "Zweitstimme" vergeben.

  • Rente Hin und Rente her-wenn alle aber auch alle auch die im Beamtenstatus in die Rentenkasse einzahlen würden.dann ging es allen Rentnern gut. Aber die Schmarotzer haben ja auch noch nie
    richtige handwerkliche Arbeit gemacht,nur die Hand aufgehalten.

    ich stimme meinen Vorredner zu ,wir dürfen uns das nicht gefallen lassen.also auf die Strasse demonstrieren und bei derkommenden Wahl genau überlegen wen wir unsere Stimme geben.
    Bestimmt nicht der CDU-mit Merkel und Co

  • Liebe Rentner u. Pensionäre ,

    warum wählen sie immer die falschen Parteien , alle 4Jahre
    das gleiche Spiel ,die Wähler haben wieder ihren Schlächter
    gewählt .

    Die Politiker streichen doch Ihre Rente /Pension zusammen u. diese Blutsauger bestimmen selbst ihre Polit-Pension. An der Quelle saß der Knabe u.das Dummvolk wird ausgebeutet

    Mit dem ESM wird das Deutsche Volk jetzt ausgeplündert bis
    auf die Knochen .
    Und diese Politiker haben Sie gewählt .Es sind praktisch die Blindgänger von Politiker die das Volk in das Chaos
    stürzen.

    Sie haben es in der Hand ,wenn sie nicht mehr die fundamen-talistischen Parteien wählen .Weg mit den Blutsaugern ,weg mit dem Schulden-Euro .

    Rentner u. Pensionäre müssen zusammen halten u. diese
    Politik gegen das Volk die Rote Karte zeigen .

    Weg mit den Politikern die nur sich selbst dienen u. das
    Volk ausrauben .

    Weg mit der sozialistischen Ausbeuterpolitik der EU mit dem
    ESM .

    Wähler wählt endlich die richtigen Parteien ,dann habt ihr auch wieder mehr Einkommen u. Rente /Pension !!!!




  • @Kommissar
    Sie verwechseln hier Rentner (Privatwirtschaft) und Pensionäre (Beamte). Bei Letzteren kann es möglich sein, dass deren Pension das Gehalt aktiv Beschäftigter in der Privatwirtschaft übersteigt. Die höchste Rente allerdings kann maximal etwa 2.000 € betragen, das aber höchstens bei 1 % der Rentner.

  • Es hat schon 2007 etwa eine Million anspruchsberechtigte Rentner (ab 65 Jahren) mit Anspruch auf Hartz 4 gegeben haben. Davon haben gerade einmal 340.000 Menschen einen Antrag auf Grundsicherung gestellt. Ob die wohl auf Hartz verzichtet haben, weil es ihnen zu gut geht? Was wäre denn ihrer Meinung nach gut für die Enkel – die Euthanasiepille mit 65?

  • @Kommissar
    Können Sie nicht lesen oder verstehen Sie nicht, was Sie lesen? Wie Sie beim VDR (Verband der Rentenversicherungsträger) erfahren können, betragen die versicherungsfremden Leistungen der RV 32 %, der staatliche Ausgleich aber nur 20 %. Auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen, können Sie die Wirklichkeit nicht verbiegen.
    (http://www.vdk.de)de.5789)

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