Wahljahr 2013: Wer kann mit Merkel? Wer will mit Merkel?

Wahljahr 2013
Wer kann mit Merkel? Wer will mit Merkel?

In Niedersachen werden gleich im Januar die Weichen für das Wahljahr gestellt. Klar ist, dass Angela Merkel weiter im Zentrum des deutschen Machtsystems stehen wird. Doch um die Kanzlerin herum ist vieles unsicher.

DüsseldorfDie Bundestagswahl findet erst im September statt, aber für die Kanzlerin und ihren Herausforderer beginnt der Wahlkampf am 4. Januar. Sieben Auftritte in zwei Wochen will Angela Merkel in Niedersachen absolvieren, SPD-Kandidat Peer Steinbrück steht ihr kaum nach. Eine Schlappe dürfen sich weder CDU noch SPD bei der Landtagswahl am 20. Januar leisten, die FDP schon gar nicht. Hannover ist der einzige Stimmungstest 2013 vor der Bundestagswahl.

Der Blick in die politische Glaskugel zeigt, dass im Wahljahr 2013 vieles wahrscheinlich ist. Und nichts unmöglich. So gilt es als ausgemachte Sache, dass CDU-Ministerpräsident David McAllister die Wahl in Niedersachsen gewinnt. Aber was passiert mit seiner schwarz-gelben Regierung, wenn die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert – und was wird dann aus dem Chef der Liberalen, aus Philipp Rösler?

Mit ziemlicher Sicherheit wird die Union unter Angela Merkel bei der Bundestagswahl die stärkste Kraft bleiben. Aber mit wem soll sie koalieren – wenn nicht mit der SPD? Mit den Grünen, die immer mehr in die Mitte rücken? Nur soviel ist sicher: Dieses Wahljahr wird spannend. Denn die Euro-Krise kann noch so manche Kalkulation über den Haufen werden. Und neben dem Schicksal der niedergehenden FDP könnte sich auch das der Piraten 2013 entscheiden.

Ganz nebenbei wird im Herbst auch noch in Bayern gewählt. Die Termine sind noch nicht offiziell, doch sieht alles danach aus, dass die Bundestagswahl am 22. September stattfindet, die Bayern-Wahl unmittelbar davor.

In Niedersachsen kann die CDU zwar damit rechnen, mit 38,5 Prozent mit Abstand stärkste Kraft zu werden. Doch die SPD unter Führung des Hannoveraner Oberbürgermeisters Stephan Weil kann auf 33 Prozent hoffen, die Grünen auf 12,5 Prozent. Die FDP würde mit 3,5 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde zerschellen, ebenso wie Piraten und Linke.

Damit liefe es auf Rot-Grün in Hannover hinaus. Kein Ergebnis, über das sich Merkel freuen würde. Und ihr Vizekanzler Philipp Rösler schon gar nicht.

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