Wahlkampf
Die SPD greift an

Auf die Fehler der anderen zeigen, das scheint anstelle eigener Inhalte die Wahlkampfstrategie der SPD zu sein. Peer Steinbrück und Entourage starten ein Blog und eine Plakatkampagne gegen die schwarz-gelbe „Chaosriege“
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Berlin100 Tage vor der Wahl setzt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verstärkt auf Attacke. „In 100 Tagen kann man das Chaos abwählen, das diese Bundesregierung angerichtet hat“, sagte Steinbrück am Freitag in Berlin. Am Willy-Brandt-Haus starteten 16 Transporter mit Werbeaufstellern, die unter der Überschrift „Merkels eingehaltene Wahlversprechen“ eine leere Notizblockseite zeigen.

Es sei bemerkenswert, wie nachlässig beurteilt werde, was Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angerichtet habe, sagte Steinbrück zum Beispiel mit Blick auf zunehmende Ressentiments in Europa gegen Deutschland. Zudem würden plötzlich SPD-Ideen einer Mietpreisbremse kopiert, nachdem Union und FDP erst ein Mietrechtsänderungsgesetz mit Nachteilen für Mieter verabschiedet hätten.

Das Kabinett sei eine „Chaosriege“. Er könne nur darüber lachen, wenn Frau Merkel von der erfolgreichsten Regierung seit der Wiedervereinigung spreche. „Das ist Kabarett und nicht Realpolitik“, sagte Steinbrück. Auf einer neuen Internetseite (www.schwarzgelblog.de) stellt die SPD Versprechen von Union und FDP dem gegenüber, was daraus geworden ist.

Im Wahlkampf gehe es vor allem um „Mundfunk und Laufwerk“, man müsse die eigenen Anhänger wieder besser mobilisieren und „Wähler im Wartesaal abholen“, erklärte der Kanzlerkandidat. Auf die Frage, welche Rakete er angesichts schlechter Umfragen im Wahlkampf zünden wolle, antwortete der sichtlich gut aufgelegte Steinbrück: „Mich.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wahlkampf: Die SPD greift an"

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  • Wer kauft denn schon eine Rakete, die zwar schnell in den Himmel fliegen kann, aber es gibt kein Feuerwerk am Ende.

    Daher bleibe ich dabei, Peer Steinbrück will alles werden nur nicht Kanzler. Sein Wahlkampf ist mit Themen angereichert
    die ihm eigentlich nicht liegen. Steuererhöhungen will er nicht, seine Partei schon. Sein Vorbild Schröder.. Davidof,
    Armani Anzüge,Champanger und Wirtschaftsbosse an seiner Seite, dass ist Peer seine Welt, wo er sich wohlfühlt. Die Blutleeren Mitglieder seines Schattenkabinetts sprechen Bände. Vermutlich betet Steinbrück jeden Tag, bis der Wahlkampf zuende ist. Bitte lieber Gott lass den Kelch an mir vorbeigehen. Amen

  • In der Schwei Das waren doch die mit der Kavallerie und Fort Yumah!

  • Ich bin mal gespannt welchen Posten Steinbrück annimmt, wenn es zur großen Koalition kommt. Oder geht er doch lieber zu einer Bank?

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