Wahlkampf
Linkspartei will 1000 Euro netto Mindeslohn

Die Linkspartei tauscht brutto gegen netto: Die Spitze des Bündnisses aus PDS und WASG will mit der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1000 Euro netto in den Bundestagswahlkampf ziehen. Ursprünglich war für das Programm ein Mindestlohn von 1400 Euro brutto vorgesehen.

HB BERLIN. Nach einem Vorstandsbeschluss vom Montag solle diese Forderung im Wahlprogramm stehen, teilte Parteisprecher Hendrik Thalheim mit. Das Wahlprogramm soll am Samstag auf dem Bundesparteitag in Berlin verabschiedet werden.

Mit der Änderung der Bezugsgröße von brutto auf netto konzentriere sich die Linkspartei auf das für die Arbeitnehmer Wesentliche, "nämlich das, was sie tatsächlich in der Tasche haben", sagte Thalheim. "Wir wollen, dass künftig jeder mit einem Vollzeitarbeitsverhältnis von 38 bis 40 Stunden über mindestens 1000 Euro netto im Monat verfügen kann."

Spitzenkandidat Oskar Lafontaine war von der Ursprungsforderung abgerückt. Er halte einen Mindestlohn von 1200 bis 1250 Euro brutto im Monat für ausreichend. Zuvor hatte schon Bsirske die ursprünglich geplante Höhe von 1400 Euro gerügt. Ein Betrag in dieser Größenordnung sei politisch kaum durchsetzbar.

Die Forderung nach einem Mindestlohn von 1000 Euro netto habe mit mehr Steuergerechtigkeit zu tun, sagte Thalheim. Bei 1400 Euro brutto blieben für die Einzelnen - je nach Steuerklasse, Anzahl der Kinder und Kirchensteuer - unter dem Strich sehr unterschiedliche Beträge übrig. Nun orientiere sich die Linkspartei an der gesetzlich festgelegten Pfändungsgrenze von rund 985 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%