Wahlkampf
Linkspartei will gegen Afghanistan-Mandat stimmen

Die Linkspartei will bei einem Einzug in den Bundestag gegen die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan stimmen. Indes beteuert die SPD ihre Absicht, auch bei einer möglichen Mehrheit von Rot-Rot-Grün kein Bündnis mit Gysi und Lafontaine einzugehen.

HB BERLIN. Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Oskar Lafontaine, nannte den internationalen Anti- Terror-Kampf "eine Art Kriegsführung", die zu Anschlägen in den daran beteiligten Ländern verleite. Der andere Spitzenkandidat Gregor Gysi, sagte, Krieg könne man nicht mit Krieg bekämpfen. Daraus werde eine Spirale der Gewalt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder und SPD-Chef Franz Müntefering haben derweil erneut eine Koalition mit dem Linksbündnis nach der Bundestagswahl strikt ausgeschlossen. Nach einer Präsidiumssitzung am Freitag in Kassel sagte Schröder, die Akteure des Linksbündnisses seien dem "fatalen Irrtum" erlegen, dass wirtschaftliche und soziale Probleme in Deutschland "nur national und ohne internationale Einbindung" gelöst werden können.

Damit versuche das Linkbündnis bei der Bevölkerung Illusionen zu wecken. Ihre Spitzenkandidaten Gregor Gysi und Oskar Lafontaine hätten solche Positionen schon früher vertreten und seien dabei "aus ihrer Verantwortung geflohen und aus ihren Ämtern gelaufen", sagte Schröder.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Meinungsumfragen sprach Schröder von einer "Trendwende". Der Kanzler: "Ich freue mich darüber und werde diesen Trend fortsetzen". In den 44 Tagen bis zur Wahl am 18. September werde er bei insgesamt 101 SPD-Veranstaltungen sprechen. Er setze darauf, dass die SPD vom Wähler erneut einen Regierungsauftrag erhalte. Auch Müntefering zeigte sich optimistisch. "Wer geglaubt hat, die Wahl sei schon entschieden, der hat sich geirrt."

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