Wahlkampf
Seehofer: „Westerwelle ist Sensibelchen“

„Er ist offensichtlich gut im Austeilen, aber manchmal ein Sensibelchen“, mit scharfen Worten hat Horst Seehofer FDP-Chef Guido Westerwelle attackiert. Der CSU-Chef forderte eine definitive Aussage der Liberalen zugunsten einer schwarz-gelben Koalition.

HB BERLIN. Seehofer wolle eine „klare Koalitionsaussage“ jetzt und nicht erst unmittelbar vor der Bundestagswahl, sagte Seehofer der „Bild“-Zeitung. Zu FDP-Chef Guido Westerwelles Aussage vom Mittwoch, er setze auf Schwarz-Gelb ohne Wenn und Aber, sagte der CSU-Chef: „Ein Satz von Herrn Westerwelle reicht mir nicht. Die FDP soll sich jetzt endgültig festlegen. Dann muss auch niemand mehr fürchten, dass eine Stimme für die FDP am Ende eine Stimme für eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen ist.“ Seehofer verwies auf einen Beschluss des FDP-Vorstands vom Mai, wonach die Partei erst eine Woche vor der Wahl eine Koalitionsaussage treffen will.

Die Union wolle mit der FDP regieren und habe das in ihrem Regierungsprogramm auch erklärt. „Die gleiche Klarheit und formelle Verlässlichkeit erwarte ich jetzt auch von der FDP“, sagte Seehofer.

Vom „Sensibelchen“ sprach der CSU-Chef, als er auf Westerwelles Warnung reagierte, die Attacken der CSU gefährdeten die Aussichten auf eine schwarz-gelbe Mehrheit. Seehofer warnte zudem mit Blick auf die Umfragewerte vor Selbstzufriedenheit: „Das wäre das gefährlichste Gift in diesem Wahlkampf.“ Die Sozialdemokraten kämpften „mit sich und der Welt. Das darf uns nicht zum Übermut verführen“.

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