Wahlkampf
Steinmeier: Union will nicht kämpfen

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat die Union aufgefordert, im Wahlkampf um Zukunftsideen für Deutschland zu streiten. Sich selbst will er nicht „kirre“ machen lassen.

HB BERLIN. „Ich wünschte mir manchmal, dass die Union bereit ist, diesen Streit auch aufzunehmen“, sagte Steinmeier im Interview mit dem Deutschlandfunk. „Die Strategie bei der Union scheint aber eher noch eine andere zu sein, möglichst keinen Wahlkampf zu führen und die Öffentlichkeit eher mit Bildern der Kanzlerin und roten Teppichen zu beschäftigen.“

Zu den fünf Wochen vor der Bundestagswahl weiterhin schlechten Umfragewerten für die SPD sagte Steinmeier: „Man darf sich davon einfach nicht kirre machen lassen. Ich tue das nicht, war nie ein Umfragen-Junkie, wenngleich man sie nicht ignorieren darf.“ Die SPD sei insbesondere mit den Themen Beseitigung der Krise und Schaffung von Arbeitsplätzen von morgen auf dem richtigen Weg.

Der Außenminister räumte ein, dass die Debatte über die Dienstwagennutzung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) im Wahlkampf „nicht willkommen“ sei. Aber das gehöre zum Geschäft. „Ich bin da mit guten Nerven ausgestattet und selbstbewusst genug, um zu sagen: Das wird die Wahlentscheidungen dann am 27. September nicht entscheidend beeinflussen, selbst wenn es jetzt etwas stört.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%