Wahlkampf
Zu Guttenberg soll Wahlkampf entscheiden

Die Unionsparteien haben einen neuen Star. Wirtschaftsminister zu Guttenberg soll das neue Zugpferd im nächsten Wahlkampf werden. Der CSU-Mann kommt bei der Bevölkerung offenbar gut an. Nach einer Umfrage ist der von der SPD als "Insolvenzminister" betitelte Guttenberg beliebter als Kanzlerkandidat Steinmeier.

BERLIN. Die Union will mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) als Zugpferd in den Bundestagswahlkampf ziehen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte am Freitag, Guttenberg mache "eine so ausgezeichnete Arbeit", dass er im Wahlkampf von CDU und CSU eine "bedeutende zentrale Rolle spielt".

Der von der SPD als "Insolvenzminister" attackierte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg legt in der Popularität deutlich zu, während Steinmeier weiter zurückfällt. Auf der Ansehensskala liegt Merkel der Umfrage zufolge mit 2,0 wenige Hundertstel vor Guttenberg, der um 0,5 Punkte auf 2,0 zulegte. Auf Platz Drei folgt mit deutlichem Abstand Steinmeier, der 0,3 Punkte auf 1,1 verlor. Auch SPD-Chef Franz Müntefering verlor an Ansehen: Er kommt noch auf 0,5 Punkte (minus 0,4).

Pofalla bekräftigte das Ziel der Union, nach der Bundestagswahl ein Bündnis mit der FDP einzugehen. Auch CSU-Chef Horst Seehofer betonte, vier Jahre Große Koalition seien genug gewesen. "Mehr ist nicht gut für Deutschland." CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla kündigte an, dass es im gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU eine "völlig unzweifelhafte Koalitionsaussage zugunsten der FDP geben" werde. Er zeigte sich überzeugt, dass die Union gemeinsam mit der FDP die Wahl gewinnen werde.

Der Kampf um Arbeitsplätze werde nicht das vorherrschende Thema im Wahlkampf sein, sondern die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise und die Frage, wie man generell wieder Wachstum generieren könne: "Und da ist die Frage des Erhalts der Arbeitsplätze eine Unterfrage." Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) kritisierte eine solche Einstellung: "Ich glaube, es geht immer um Arbeitsplätze. Darum muss man kämpfen."

Seehofer forderte die Schwesterparteien in der "Bild"-Zeitung auf, sich vor der Wahl am 27. September "noch mehr ins Zeug zu legen, wenn wir das gemeinsame Wahlziel einer bürgerlichen Koalition erreichen wollen". Ein Wahlergebnis "um die 40 Prozent" müsse die Messlatte für die Union insgesamt sein.

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