Wahlkampfabschluss
Spitzenpolitiker bis zuletzt im Einsatz

Mit scharfen Angriffen auf den politischen Gegner haben Spitzenpolitiker der Parteien wenige Stunden vor der Öffnung der Wahllokale zur Bundestagswahl an diesem Sonntag versucht, die Wähler noch auf ihre Seite zu ziehen.

HB BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) trat am Samstagabend in Frankfurt dem Eindruck entgegen, die Wahl sei schon zu seinen Ungunsten entschieden. "Die demokratische Reife der Deutschen ist so entwickelt, dass diejenigen, die glauben, sie manipulieren zu können, eine Abfuhr erhalten werden morgen", sagte der Kanzler an die Adresse von "Meinungsforschern und Meinungsmacher", die die Wahl schon für entschieden hielten. "Macht euch keine Gedanken über meine Zukunft. Meine Zukunft ist Bundeskanzler zu bleiben", sagte Schröder bei der Abschlusskundgebung der SPD, an der nach nach Parteiangaben 20 000 Menschen teilnahmen.



Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel warf der SPD am Samstag erneut vor, die Wähler mit Angstparolen und Verleumdungen zu verunsichern. Die CDU-Vorsitzende sagte vor rund 5000 Zuhörern in Bonn, sie trete an, die soziale Marktwirtschaft zu erhalten. Einer großen Koalition mit der SPD erteilte sie - ebenso wie Hessens CDU - Ministerpräsident Roland Koch - erneut eine klare Absage. Koch sagte bei einem gemeinsamen Rundgang mit Merkel über die Automesse IAA, eine große Koalition "wäre das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Das wäre das Ende der großen Parteien." Vorher war Merkel in einem Bonner Café noch einmal mit FDP-Chef Guido Westerwelle zusammengetroffen.

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