Wahlniederlage
Chefregulierer Kurth scheitert mit Uno-Bewerbung

Deutschlands oberster Regulierer Matthias Kurth ist mit dem Versuch gescheitert, den Chefsessel der Bundesnetzagentur mit dem der Uno-Behörde Internationale Fernmeldeunion (ITU) zu tauschen. Bei der Neuwahl des ITU-Generalsekretärs setzte sich stattdessen ein Außenseiter durch.

HB ANTALYA. Gewählt wurde am Freitagmorgen im türkischen Antalya im dritten Durchgang der Kandidat aus Mali, Hamadoun Toure. Das gab ein Sprecher der Bundesnetzagentur bekannt. Toure, der zuvor als Außenseiter galt, habe bei der Abstimmung im türkischen Antalya 95 Stimmen erhalten, Kurth 60. Nötig waren mindestens 78 Stimmen.

Als Favorit hatte der stellvertretende ITU-Generalsekretär Roberto Blois gegolten, der aber schon im ersten Wahlgang nur auf den dritten Platz gekommen war. Das SPD-Mitglied Kurth bleibt damit noch mindestens bis Ende Februar Präsident der Bundesnetzagentur in Bonn. Dann läuft sein Vertrag nach sieben Jahren aus. Noch ist offen, ob er verlängert wird.

Nach Medienberichten beansprucht die SPD die Besetzung des Postens für sich, sollte Kurth ausscheiden. Grund dafür sei, dass die CDU einen ihr nahestehenden Kandidaten mit der Leitung des Bundeskartellamts betrauen wolle. Dessen Präsident Ulf Böge geht im kommenden März in Pension. Die führer Regulierungsbehörde genannte Bundesnetzagentur trifft unter anderem wichtige Entscheidungen über die Ex-Monopolisten Telekom, Post und Bahn sowie über die Netze der Energieriesen wie Eon und RWE.

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