Wahlprofil
Bleibt er in Bayern oder kommt er nach Berlin?

Nein, nicht CSU-Chef Edmund Stoiber, sondern sein Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU), wird seit Wochen hartnäckig als möglicher Bundesfinanzminister in der Wahlkampf-Gerüchteküche genannt.

dri. Nicht einmal das Bekenntnis der Kanzlerkandidatin, diesen Posten mit dem Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof besetzen zu wollen, hat diese Spekulation verstummen lassen.

"Spannend wie ein Krimi, realistisch wie ein Dokumentarfilm" sei das Wahlprogramm, verspottete Huber ungeduldige Journalisten, als er noch mit der CDU daran werkelte. Der 59-Jährige könnte den Satz jetzt recyclen. Oft betonen CSUler, der Huber traue sich den Job nicht zu, scheue die internationale Bühne.

Vermutlich aber weiß keiner besser als er, wie unbeliebt ein Politiker wird, der die Verwaltung verschlanken und den Haushalt sanieren will, wie Huber es in Bayern tat - weshalb ihn ja viele für qualifiziert halten. Wenn die FDP das Außenamt bekäme, Stoiber in München bliebe und die CDU Wirtschaft und Arbeit besetzte - dann wäre jedenfalls die Koalitionsarithmetik im Lot.

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