Wahlprofil
Brüderle - der robuste Pfälzer

Rainer Brüderle würde seine lange politische Karriere gerne mit dem Amt des Bundeswirtschaftsministers krönen.

Seine Ambitionen auf ein Ministeramt posaunt der 60-jährige FDP-Wirtschaftsexperte vor dem Wahltag zwar nicht hinaus. Doch mit Lob für den Saarländer Peter Müller, der als Unionskandidat das Amt anstrebt, tut sich der sonst fröhliche und gesprächige Pfälzer auffällig schwer.

Brüderle war bereits elf Jahre lang Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz und damit auch für den Weinbau zuständig. Irgendwann hatte er aber genug Weinköniginnen geküsst. 1998 tauschte er den Ministersessel gegen die harte Oppositionsbank im Bundestag. Zuerst in Bonn, dann in Berlin. Kritik, er betreibe seitdem eine gut geölte Schlagzeilen-Maschinerie, ficht Brüderle nicht an. Eine gewisse Robustheit gehört für ihn zum politischen Geschäft.

Ob er seinen politischen Traum verwirklichen kann, steht in den Sternen. Solange sich Edmund Stoiber nicht über seine Zukunftspläne äußert, ist jede Personalie blockiert. Bliebe ihm letztlich das Ressort Landwirtschaft, hätte Brüderle immerhin einen Vorteil: Im Küssen von Weinköniginnen hat er Erfahrung.

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