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Jürgen Trittin - Der Dosenminister

Das künftige Bundesumweltministerium an der Stresemannstraße in Berlin-Mitte ist deutlich repräsentativer als das triste DDR-Hochhaus am Alexanderplatz, in dem Jürgen Trittin derzeit noch arbeitet. Schade für den Minister, dass der erste Spatenstich für das neue Gebäude heute um elf Uhr zugleich zu seinen letzten Amtshandlungen zählen dürfte.

Trittin hat seit 1998 viel bewirkt: Er trieb den Atomausstieg voran und verhalf den erneuerbaren Energien zum Durchbruch. Wenn er Pech hat, bleibt er als "Dosenminister" in Erinnerung. Das Thema bescherte ihm Streit mit der Branche und rief die Gerichte auf den Plan. Trittin blieb stur.

Für seine Beharrlichkeit wird der Grüne mit der ultralinken Vergangenheit bewundert und gefürchtet. Ein sehr wichtiger Manager eines sehr großen Energiekonzerns soll seinen Mitarbeitern nach einem Gespräch mit Trittin vorgekommen sein, als wolle er Mitglied der Grünen werden.

Wen er künftig überzeugen will, ist nicht bekannt. Die Zukunft des 51-Jährigen liegt im Dunkeln.

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