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Otto Schily: Der Ungebeugte

Wer unter den rot-grünen Ministern wird nach dem 18. September noch im Amt sein? Da liegt kein Name näher als der Otto Schilys.

Der Bundesinnenminister ist zwar mit seinen 73 Jahren mit Abstand der Älteste im rot-grünen Kabinett. Aber rein personell wäre keiner so mühelos auf einer schwarz-roten Ministerbank vorstellbar wie der Mann mit dem Raubvogelblick und der eisgrauen Cäsarenfrisur. Und hatte Schily nicht schon vor Wochen erkennen lassen, dass er eine große Koalition gar nicht so übel fände?

Die innere Sicherheit spielt in diesen Zeiten des Terrors eine überraschend untergeordnete Rolle vor der Wahl. Das ist gut für die SPD, die traditionellerweise im Ruch des Kriminellenverstehertums steht und der Union damit immer wieder wunderschöne Wahlkampfmunition lieferte.

Das ist diesmal nicht der Fall, und das hat viel mit Schily zu tun. Denn seinem schwarzen Konkurrenten, dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU), fällt kaum eine Forderung ein, die Schily nicht schon längst vertritt - von der Telefondatenspeicherung bis zur Sicherungshaft für Terrorverdächtige.

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