Wahlprofil
Peter Hintze - Mann für Europa

Es wäre die Erfüllung eines alten Traums, wenn Peter Hintze nach einem Wahlsieg der Union am 18. September das Amt des Europastaatsministers angeboten bekäme. Denn seit Jahren tummelt sich der evangelische Theologe nun in der Europapolitik.

ink DÜSSELDORF. Gute Voraussetzungen für den Job bringt der europapolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag mit, weil er auch Vizepräsident der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Deshalb kennt er die Partner in den vor allem von konservativen Parteien regierten anderen 24 EU-Ländern bestens. Zudem wird dem 55jährigen aus Bad Honnef mittlerweile ein vertrautes Verhältnis zur Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel nachgesagt.

Dass Hintze heute in der Union wieder als Hoffnungsträger angesehen wird, ist ein relativ neues Phänomen - und zeigt, dass Merkel ihren Frieden mit dem Lager der Kohl-Anhänger geschlossen hat. Denn als solcher galt Hintze in seiner Rolle als CDU-Generalsekretär von 1992 bis 1998. Kritik handelte er sich im verlorenen Wahlkampf 1998 in ostdeutschen Landesverbänden wegen seiner "Rote-Hände"-Kampagne ein. Politischer Tiefpunkt dürfte sein Scheitern bei den CDU-Vorstandswahlen im Jahr 2000 gewesen sein. Das hinderte ihn nicht, anders als die große Mehrheit seiner Parteifreunde, in der Stammzell-Debatte für Forschungsfreiheit zu plädieren.

Spätestens seit Anfang 2005 deutete sich der Wiederaufstieg Hintzes an. Damals war er als Kandidat für den Posten des Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers gehandelt wurde. Nun gilt er als aussichtsreichster Mann der Union für den Europa-Posten.

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