Wahlprofil
Sigmar Gabriel - Der Ampelmann

Sigmar Gabriel ist selten um einen Vorschlag verlegen. Am Wochenende brachte das SPD-Vorstandsmitglied eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen ins Gespräch: Die Ampel-Konstellation dürfe kein Tabu sein, sagte der Mann aus Goslar.

HB. Wenn es um den Machterhalt seiner Partei geht, beweist Gabriel, der gestern seinen 46. Geburtstag feierte, Fantasie. Gabriel gilt als zupackender, ideenreicher Modernisierer mit ausgeprägtem Sinn für öffentliche Auftritte.

In der SPD gibt es Spekulationen, der gelernte Pädagoge könne möglicherweise beim Parteitag im November von Klaus Uwe Benneter das Amt des Generalsekretärs übernehmen. Benneter hat die Wahlkampfphase bislang nicht nutzen können, um an Profil zu gewinnen. Er gilt als farbloser Bürokrat.

Spitzengenossen wollen die Spekulationen um Gabriel zwar nicht bestätigen, betonen aber, ein Mann wie Gabriel spiele "immer ein wichtige Rolle". Um eine wichtige Rolle bemüht sich Gabriel tatsächlich mit aller Kraft. Kritiker werfen ihm vor, dabei bleibe der Teamgeist gelegentlich auf der Strecke.

Gabriel gehört seit langem zu den Hoffnungsträgern seiner Partei. Im März 1998 übernahm er den Vorsitz der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, im November 1999 wurde er der jüngste Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes. Allerdings musste er das Amt Anfang 2003 an den CDU-Herausforderer Christian Wulff abgeben.

Im laufenden Wahlkampf hat Gabriel sich auf Bundesebene bislang eher zurückgehalten. Das mag damit zu tun haben, dass er sich in seinem eigenen Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel stark engagiert. Spätestens nach dem Wahltermin, da sind sich die Genossen sicher, wird man wieder mehr von Gabriel hören.

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