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Stolpe - Der Ost-Mann

Als Manfred Stolpe ab Oktober 2002 als Verkehrsminister für die Einführung der LKW-Maut zuständig wurde, hatten andere die Weichen bereits falsch gestellt.

Hartes Durchgreifen gegenüber dem Betreiberkonsortium erschien ihm jedoch lange nicht opportun: Als "braver Christenmensch" habe er eine Weile gebraucht, ehe er begonnen habe, den Versprechungen der Toll-Collect-Eigner Daimler-Chrysler, Deutsche Telekom und Cofiroute zu misstrauen.

Im Februar 2004 dann schätzte der 69-Jährige Stettiner den Schaden durch die Verzögerung bei der Maut-Einführung bereits auf 6,5 Mrd. Euro. Dass Stolpe nochmals einem Kabinett angehören könnte, halten Beobachter für äußerst unwahrscheinlich. Doch heißt das nicht zwangsläufig, dass er im politischen Nirvana landet.

Als "Gesicht des Ostens" könnte der frühere Ministerpräsident von Brandenburg eine Rolle spielen. Der Minister, auch zuständig für den Aufbau Ost, übernimmt oft die Rolle des Fürsprechers der neuen Länder. Die Rolle des "Quotenossis" dürfte ihm während seiner Amtszeit als Verkehrsminister den Kopf gerettet haben.

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