Wahlprognose

41-Prozent-Prognose schockiert CSU

Irritation in Wildbad Kreuth: Zur Klausur der CSU präsentieren die Meinungsforscher von Allensbach eine aktuelle Umfrage. Damit macht sich die Lieblings-Demoskopin der Union keine Freunde. Nur Seehofer bleibt gelassen.
Update: 08.01.2013 - 18:36 Uhr 11 Kommentare
Das Tagungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth während der CSU-Klausurtagung. Quelle: dapd

Das Tagungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth während der CSU-Klausurtagung.

(Foto: dapd)

KreuthDie CSU rätselt über ihren derzeitigen Rückhalt in der Bevölkerung. Bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth sorgte eine Allensbach-Umfrage am Dienstag weiter für Verwunderung und Verärgerung, die die Christsozialen bei lediglich 41 Prozent im Bund sieht. CSU-Chef Horst Seehofer rechtfertigte derweil seine schroffen Angriffe auf Parteifreunde vor Weihnachten.

Die CSU steht vor einem wichtigen Wahljahr mit der Bundestagswahl und der bayerischen Landtagswahl im Herbst. Ihre Klausurtagung in Wildbad Kreuth wollen die Christsozialen nutzen, um sich für diese Wahlen aufzustellen.

Die Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, hatte der Landesgruppe am Montag zum Klausurauftakt ein Stimmungsbild für die Bundestagswahl gegeben. Demnach käme die CSU auf für ihre Verhältnisse schwache 41 Prozent, die SPD auf 24 Prozent, die Grünen auf 13 Prozent, FDP und Piraten auf je vier Prozent und die Linke auf drei Prozent.

Mehrere führende Christsoziale versuchten am Dienstag am Rande der Klausurtagung, die Ergebnisse Köchers als unrealistisch und unseriös darzustellen. Dabei verwiesen sie auch darauf, dass die genannten Ergebnisse zusammen nur 89 Prozent ergeben. Seehofer bezeichnete die Zahlen am Dienstag als nicht repräsentativ. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt betonte, dass den Christsozialen bei der Bevölkerung breite Zustimmung entgegenschlage.

„Die Zahlen stimmen so“
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11 Kommentare zu "Wahlprognose: Allensbach-Chefin schockiert die CSU"

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  • Warum werden dann nicht die Ergebnisse aller Parteien genannt? Diese Art des Verschweigens von Anteilen von Freien Wählern, NPD, ÖDP, Bayernpartei usw., die teilweise mehr Stimmen als genannte Parteien erhalten, ist unseriös und riecht nach versuchter Wahlbeeinflussung.


  • @übersinnliches

    Dobrindt ,das Rind, irrt vor sich hin.

    Als Befragter dieser Allensbachumfrage muss ich der CSU Riege widersprechen. Der Fragenkatalog hob gezielt auf die Wahl und einhergehenden Entscheidungsängsten ab, umfangreich, zeitaufreibend, geschickt aufgebaut.
    .
    Zielrichtung: Entscheidung Mittelstand.

    Bei der Frage zur zukuenftigen Wahlpräferenz hab ich die Freien Wähler ausfuehrlich begruendet....

    Offensichtlich noch mehr aus dem Wahlurnenpöbel in diesem Land.

  • Ich bin gespannt, wer die Autobahnmaut wählt. Das Argument mit den Ausländern, die dann auch zahlen müssen, ist doch nur für Dumme als Lockmittel gedacht. Neid auf die, die nichts zahlen, soll helfen, dass der Wähler die Kröte schluckt und am Ende wird es, wie immer, für alle teurer.
    Sollte dieser Unsinn kommen (jetzt weiß man doch wenigstens, was man zahlen muss), bin ich dafür, dass Bayern aus Deutschland ausgetreten wird. War doch schon lange der größte Wunsch der CSU und spätestens dann sollten wir ihn erfüllen.
    Eventuell sind diese CSU Ideen auch der Grund für schlechte Prognosen und realitätsnaher als der Parteiführung lieb ist. Schließlich lernen auch CSU Wähler dazu.

  • Königlich amüsieren konnte man sich, als DOBRINDT zu Protokoll gab, dass die Zahlen nicht stimmen würden.

    Das der gelernte Sozialpädagoge wenig von Zahlen oder Mathematik versteht braucht er nicht weiter zu unterstreichen. Eine Umfrage ist eine Momentaufnahme aus einem mehr oder weniger repräsentativen Kreis.

    Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Bis September ist es noch ein weiter Weg und da kann noch so einiges passieren. Auch einer CSU, die sicherlich eine böse Überraschung erleben wird.

    Die CSU, mit ihrer dekadenten Haltung gegenüber dem Wahlvolk, ähnelt der FDP sehr.

    Was bei der FDP Westerwelle ist, ist bei der CSU Dobrindt.

    Was bei der FDP Brüderle ist, ist bei der CSU Söder.

    Was bei der FDP Niebel ist, ist bei der CSU Seehofer.

    Diese Charaktere ähneln so sehr, dass man fast nur die Buchstaben CSU gegen FDP auswechseln muss.

  • Würde mich nicht wundern,wenn die Freien Wähler nach der Wahl ein hochprozentiges Schnäpschen genießen dürfen. Seehofer und sein Intrigantenstadl sind bei mir "unten durch".

  • Die komfortablen 60+ Wahlergebnisse der CSU sind Vergangenheit.
    Da die Politik der Seehofer CSU so beliebig ist wie die Merkels werden auch die Wahlergebnisse entsprechend ausfallen.

    Vandale

  • Schockiert? Die CSU darf froh sein, wenn sie noch an der Ü30-Party teilnehmen darf. Was Seehofer mit seinem Hampelmann-Kabinett da verzapft hat ist absolut keiner Stimme wert! Da hört man ganz vernünftige Töne und dann rutschen die Aussagen wieder ins krasse Abseits.

  • Das wird nicht die letzte Überraschung dieses Jahres sein.

    Politiker, die nur ans Abkassieren denken, werden ihr Fett schon bekommen. Noch gibt es aber zu wenig wählbare Alternativen.

  • Konnten die fehlenden 11% geklärt werden? Wollen sich 11% der Befragten einfach nicht für eine der angebotenen Parteien entscheiden?

    HB, bitte dranbleiben!

  • "Den CSU-Abgeordneten fiel auf, dass die Allensbach-Prozentwerte aller Parteien addiert lediglich 89 Prozent ergaben und nicht 100 Prozent."

    Wäre mal interssant zu erfahren, wo die restlichen Prozente landeten. Ich wage es ja kaum noch zu hoffen aber vielleicht merkt der deutsche Normalbürger langsam, dass er von Lügnern und/oder ökonomischen Vollidioten regiert wird, welche ihm mit ihren Wahnsinn namens Euro auf Generationen hinaus ruinieren.

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