Wahlprognose
Allensbach-Chefin schockiert die CSU

Irritation in Wildbad Kreuth: Zur Klausur der CSU präsentieren die Meinungsforscher von Allensbach eine aktuelle Umfrage. Damit macht sich die Lieblings-Demoskopin der Union keine Freunde. Nur Seehofer bleibt gelassen.
  • 11

KreuthDie CSU rätselt über ihren derzeitigen Rückhalt in der Bevölkerung. Bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth sorgte eine Allensbach-Umfrage am Dienstag weiter für Verwunderung und Verärgerung, die die Christsozialen bei lediglich 41 Prozent im Bund sieht. CSU-Chef Horst Seehofer rechtfertigte derweil seine schroffen Angriffe auf Parteifreunde vor Weihnachten.

Die CSU steht vor einem wichtigen Wahljahr mit der Bundestagswahl und der bayerischen Landtagswahl im Herbst. Ihre Klausurtagung in Wildbad Kreuth wollen die Christsozialen nutzen, um sich für diese Wahlen aufzustellen.

Die Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, hatte der Landesgruppe am Montag zum Klausurauftakt ein Stimmungsbild für die Bundestagswahl gegeben. Demnach käme die CSU auf für ihre Verhältnisse schwache 41 Prozent, die SPD auf 24 Prozent, die Grünen auf 13 Prozent, FDP und Piraten auf je vier Prozent und die Linke auf drei Prozent.

Mehrere führende Christsoziale versuchten am Dienstag am Rande der Klausurtagung, die Ergebnisse Köchers als unrealistisch und unseriös darzustellen. Dabei verwiesen sie auch darauf, dass die genannten Ergebnisse zusammen nur 89 Prozent ergeben. Seehofer bezeichnete die Zahlen am Dienstag als nicht repräsentativ. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt betonte, dass den Christsozialen bei der Bevölkerung breite Zustimmung entgegenschlage.

Seite 1:

Allensbach-Chefin schockiert die CSU

Seite 2:

„Die Zahlen stimmen so“

Kommentare zu " Wahlprognose: Allensbach-Chefin schockiert die CSU"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Warum werden dann nicht die Ergebnisse aller Parteien genannt? Diese Art des Verschweigens von Anteilen von Freien Wählern, NPD, ÖDP, Bayernpartei usw., die teilweise mehr Stimmen als genannte Parteien erhalten, ist unseriös und riecht nach versuchter Wahlbeeinflussung.


  • @übersinnliches

    Dobrindt ,das Rind, irrt vor sich hin.

    Als Befragter dieser Allensbachumfrage muss ich der CSU Riege widersprechen. Der Fragenkatalog hob gezielt auf die Wahl und einhergehenden Entscheidungsängsten ab, umfangreich, zeitaufreibend, geschickt aufgebaut.
    .
    Zielrichtung: Entscheidung Mittelstand.

    Bei der Frage zur zukuenftigen Wahlpräferenz hab ich die Freien Wähler ausfuehrlich begruendet....

    Offensichtlich noch mehr aus dem Wahlurnenpöbel in diesem Land.

  • Ich bin gespannt, wer die Autobahnmaut wählt. Das Argument mit den Ausländern, die dann auch zahlen müssen, ist doch nur für Dumme als Lockmittel gedacht. Neid auf die, die nichts zahlen, soll helfen, dass der Wähler die Kröte schluckt und am Ende wird es, wie immer, für alle teurer.
    Sollte dieser Unsinn kommen (jetzt weiß man doch wenigstens, was man zahlen muss), bin ich dafür, dass Bayern aus Deutschland ausgetreten wird. War doch schon lange der größte Wunsch der CSU und spätestens dann sollten wir ihn erfüllen.
    Eventuell sind diese CSU Ideen auch der Grund für schlechte Prognosen und realitätsnaher als der Parteiführung lieb ist. Schließlich lernen auch CSU Wähler dazu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%