Wahlschlappe in Stuttgart
CDU streitet nach OB-Wahl um Modernisierung

Die CDU hadert mit ihrer Schwäche in Großstädten. Bei der OB-Wahl in Stuttgart setzte sie ihre Pleitenserie fort. Innerhalb der Partei gibt es verschiedene Auffassungen über das weitere Vorgehen.
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StuttgartNach der verlorenen OB-Wahl in Stuttgart ist in der CDU ein Streit über eine Modernisierung der Partei ausgebrochen. Der frühere Generalsekretär Heiner Geißler forderte eine grundlegende Erneuerung und Ausrichtung der Partei auf die Linie ihrer Vorsitzenden und Kanzlerin Angela Merkel. „Der Kurs von Angela Merkel, die CDU als eine moderne Volkspartei zu präsentieren, ist absolut richtig“, sagte Geißler den „Ruhr Nachrichten“ (Dienstag). Aber: „Es gibt immer noch zu viele konservativ-neoliberale Kräfte, die altmodischen Positionen nachhängen.“

Auch der Stuttgarter CDU-Fraktionschef Peter Hauk bemängelte: „Die CDU wird zu stark mit einem konservativen Profil verbunden.“ Um Wähler in Großstädten wieder besser zu erreichen, müsse die Union viel mehr auf den gesellschaftlichen Wandel eingehen. „Die CDU muss endlich die Wandlung zur Volkspartei des 21. Jahrhunderts vollziehen“, sagte Hauk der Nachrichtenagentur dpa.

Dagegen warnte der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach seine Partei davor, sich bei den Grünen-Wählern anzubiedern. „Die Union wäre gut beraten, nach dem Ergebnis in Stuttgart keine grünen Fantasien zu pflegen“, sagte er den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag). „Die Bürger wählen das Original, nicht das Plagiat.“ Die Union müsse sich treubleiben und „nicht auf der Suche nach dem Wechselwähler den Stammwähler vergessen“.

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„Den Grünen nachzulaufen, wäre der falsche Weg“

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  • hat die CDU, denn wirklich die "Köpfe" die diesem Land eine zeitgerechte Struktur geben können?

    Oder stehen sie für ein WEITER SO irgendwie, nach dem Motto Augen zu und durch.

    Heute Politik zu betreiben, bedeutet die Fehler der Vergangenheit zu beheben (soweit diese Verstanden werden) Man befindet sich permanent in der Verteidigung somit bleibt die notwendige Weichenstellung für die Zukunft aus.






  • ICh kann Ihnen nur zustimmen margrit117888. Genau da liegt das Problem der CDU. Und wenn diese sich hier nicht schleunigst bewegt, wird sie wie die SPD nach einem Jahrzehnt Siechtum in der Versenkung verschwinden. Eine Volkspartei, die sich nicht um die Probleme des breiten Volkes schert, ist eben keine Volkspartei sondern eine Splitterpartei.

  • Herr Geißler sollte etwas stiller sein.
    Seine Tiraden sind alles andere als zielführend.
    Herr Geißler war nie ein wirklicher CDU-Mann.
    Und konservativ heißt ja nicht altmodisch.
    Aber in unsrem Land sind ja gar keine bürgerlich-konservativen Werte mehr und sie sind auch nicht erwünscht.
    Wo eine CDU den Rel.-Unterricht in den Schulen abschafft wie in Berlin, aber jeden Protzmoschee-Bau unterstützt, ist für das bürgerliche Klientel tatsächlich keine Heimat mehr
    Und eine Merkel-CDU, die mehr und mehr einer SED ähnelt, alles verosten will, kommt eben bei der bürgerlichen Mitte nicht mehr an
    Wir brauchen keine Quoten, wir müssen auch nicht die Frauen zum Arbeiten jagen, das soll jeder für sich entscheiden.
    Wir müssen aber Frauen die Möglichkeit geben nach 3 Jahren Erziehugszeit problemlos wieder arbeiten zu können. Hier ist auch die Wirtschaft in der Pflicht, das hätte die CDU längst tun können. Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft dann sagt, nach drei Jahren Pause seien die Fauen alle dumm. Hier wäre längst Handlungsbedarf gewesen für die CDU
    Die Grünen-Wähler wachen dann auf, wenn in den Schulen die Islamisierung immer weiter fortschreitet und Deutsche mehr und mehr an den Rand gedrängt werden.
    Merkel war der größte Irrtum der CDU
    Und solche Kreischer nach Göppels-Manier wie ein Herrn Kauder, sind nur noch unerträglich, ebenso wie diese sozialistischen v. d. L.
    Die Verostung muß zurück genommen werden
    Und Herr Laschet, der sich zu Wort meldet? Er hieß doch in der Rüttgers-Regierung nur Türken-Laschet. Also Umdenken udn zwar zum Wohle aller

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