Wahlstreet
Für Schwarz-Gelb bleibt es knapp

Während die Meinungsforschungsinstitute mittlerweile durch die Bank eine absolute Mehrheit für Union und FDP voraussagen, ist das Rennen für Schwarz-Gelb nach den Prognosen an der Wahlstreet noch nicht gelaufen. Dort könnte es rein rechnerisch noch für eine Kombination aus Rot-Rot-Grün reichen.

rje DÜSSELDORF. Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl am 18. September haben Union und FDP laut einer Forsa-Umfrage ihre 51-Prozent-Mehrheit in der Wählergunst verteidigt. Darin bekamen Union und FDP unverändert 43 und 8 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt und erreichte erstmals seit Mitte März wieder 30 Prozent. Die Grünen bekamen unverändert 7 Prozent. Die Linkspartei verlor erneut einen Punkt und fiel auf 8 Prozent.

Anders dagegen das Urteil der mehr als 2300 Händler an der Parteienbörse. Sie erwarten kurz vor der Wahl für die Union nur 40,36 % der Stimmen, die SPD kommt auf 31,14 %, die Grünen auf 8,41 %, die FDP 7,79 % und die Linkspartei auf 9,05 %. Die Ernennung des derzeitigen Aufsichtsratschefs und früheren Vorstandschef des Siemens-Konzerns Heinrich von Pierer zum Wirtschaftsberater der Union zeigte dagegen noch keine Auswirkungen auf den aktuellen Handel.

Insgesamt verzeichnen die großen Parteien während der letzten Tage einen leicht positiven Trend, während die Linkspartei immer mehr abbröckelt. Auch der Auftritt von Oskar Lafontaine im Duell bei Sabine Christiansen gegen Friedrich Merz brachte kein Kursplus.

Doch nicht nur die Parteien werden an der Wahlstreet gehandelt, es können auch auf spezielle Ereignisse gewettet werden: Die Händler an der Wahlstreet sind sich einigermaßen sicher, dass Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof ein Ministeramt einnehmen wird, sollte die Union die Regierung stellen. Die Wahrscheinlichkeit liegt darauf bei 64 Prozent. Im Gegensatz dazu liegt die Prognose, dass CSU-Chef Edmund Stoiber überhaupt nach Berlin geht, nur noch bei etwas mehr als 21 Prozent.

Teilnehmer an der Wahlstreet können sofort auf die politischen Ereignisse reagieren. Die aus der Parteienbörse abgeleiteten Prognosen sind damit jederzeit aktuell. Anmeldungen sind weiterhin möglich.
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