Wahltrend
Grüne nur noch knapp hinter der Union

Der Atomausstieg treibt den Grünen offenbar neue Wähler zu. Sie liegen laut Forsa-Umfrage drei Punkte hinter der Union. Die verharrt bei 30 Prozent. Die SPD fällt um zwei Punkte.
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HamburgDie Grünen profitieren von der Debatte über den Atomausstieg und legen in der Sympathie der Wähler zu. In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Magazins „stern“ und des Senders RTL steigen die Grünen im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 27 Prozent. Sie liegen damit nur noch drei Punkte hinter der Union, die bei 30 Prozent verharrt.

Die SPD kann die leichten Zugewinne nach ihrem Wahlerfolg in Bremen nicht halten und fällt um zwei Punkte auf 22 Prozent. Die FDP verbessert sich um einen Punkt auf fünf Prozent. Für die Linke wollen unverändert acht Prozent der Wähler stimmen. Ebenfalls acht Prozent würden sich für „sonstige Parteien“ entscheiden, wie aus der Umfrage hervorgeht.

Mit zusammen 49 Prozent hätte eine grün-rote Regierung eine absolute Mehrheit im Parlament. Ein solches Bündnis wäre 14 Punkte stärker als Union und FDP, die zusammen auf 35 Prozent kämen. Nach Einschätzung von Forsa-Chef Manfred Güllner sind viele Wähler der Union wegen des Atomausstiegs tief verunsichert. Die Hoffnung, man könne den Grünen das Thema wegnehmen, sei nicht aufgegangen. Vielmehr würde den Grünen nur mehr Wähler zugetrieben. „Sollte die Union weiter mit den Grünen liebäugeln, würde das zur Kernschmelze der Partei führen“, sagte Güllner dem „stern“.

Für die Erhebung befragte das Institut 2003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zwischen dem 30. Mai und 3. Juni. Die statistische Fehlertoleranz gab Forsa mit plus/minus 2,5 Prozentpunkten an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hallo,
    Napoleon hatte sein Waterloo, Stuttgart 21 wird wohl für die Grünen ein Menetekel sein.

  • Die Deutschen wollen offenbar den Sozialismus.
    Das Ziel für 2013 steht doch längst fest: Merkel will mit den Grünen koalieren. Dann sindd ie Sozialisten wieder zusammen und können sich wieder zusammen schließen zur neuen deutschen Einheitspartei, die SPD wird wieder mit zwangsvereinigt und die FDP spielt so was wie eine Blockpartei, so wie dei CDU in der DDR, aber wie wir wissen, hat die CDU-Blockpartei in der DDR ja alle Beschlüsse des Politbüros mitgetragen bis hin zum Schießbefehl, denn im Sozialismus gibt es nun mal keine Opposition.
    Schöne Ausssichten.
    Aber wie gesagt, der dumme deutsche Michl verspricht sich offenbar von den grünen Vaterlandsverrätern das Heil.
    Na dann viel Spaß
    Der Weg nach stramm rechts wird so bereitet

  • Der Untergang der GRÜNEN ist vorprogrammiert .
    Sobald die Stromkunden die Rechnung zu zahlen haben für
    den überstürzten AKW-Ausstieg / Öko-Einstieg ist Schluß
    mit Party .

    Die 5% Wählerzustimmung sind realistisch !

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