Wahltrend

Rot-Grün verliert den Anschluss

Die SPD steht in einer Umfrage weiterhin bei ihrem Jahrestief von 22 Prozent. Damit kommt Rot-Grün zusammen auf 37 Prozent – weniger als die Union. Die Meinungsforscher halten eine Trendwende für unwahrscheinlich.
8 Kommentare
Angela Merkel und Peer Steinbrück. 57 Prozent der Deutschen würden die Kanzlerin gerne noch länger im Amt sehen. Quelle: AFP

Angela Merkel und Peer Steinbrück. 57 Prozent der Deutschen würden die Kanzlerin gerne noch länger im Amt sehen.

(Foto: AFP)

BerlinDie schwarz-gelbe Koalition hat nach der aktuellen Umfrage für den stern-RTL-Wahltrend zum zweiten Mal in Folge einen hauchdünnen Vorsprung in der Wählergunst vor SPD, Grünen und Linken. Eine Wechselstimmung gebe es in der Bevölkerung nicht: Nur acht Prozent trauten der SPD zu, die Probleme des Landes zu lösen.

Die Union steige im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 41 Prozent, die FDP falle um einen Punkt auf 5 Prozent, teilte der „Stern“ am Mittwoch mit. Beide zusammen erzielten damit erneut 46 Prozent.

Die Oppositionsparteien liegen demnach weiter bei 45 Prozent: Die SPD verharrt in ihrem Jahrestief von 22 Prozent. Unverändert entfallen auf die Grünen 15 Prozent und auf die Linke 8 Prozent. Sonstigen Parteien wollten 9 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, darunter je 2 Prozent den Piraten und der Alternative für Deutschland.

Leicht verbessern konnte sich das Ansehen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich 20 Prozent für Steinbrück entscheiden, plus 2 Punkte im Vergleich zur Vorwoche. Doch 57 Prozent (minus 1) ziehen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor. 23 Prozent wollen keinen von beiden als Kanzler sehen.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem „stern“, es werde immer unwahrscheinlicher, dass es bei der Wahl im September für Rot-Grün reichen könnte. In der Bevölkerung herrsche keine Wechselstimmung. So würden lediglich acht Prozent der Deutschen sagen, die SPD könnte am ehesten die Probleme in Deutschland lösen – dies sei ihr geringster Wert seit zwei Jahren. 34 Prozent jedoch trauten dies der Union zu.

Das geringe Vertrauen in die Fähigkeiten der SPD zeigt auch eine „stern“-Umfrage zum Kompetenzteam der Partei. Nur 12 Prozent der befragten Bürger gaben an, von irgendeinem Mitglied oder gar mehreren davon schon einmal gehört zu haben. Gerade mal je 4 Prozent sind die Schweriner Sozialministerin Manuela Schwesig und Gewerkschaftsboss Klaus Wiesehügel bekannt. Die Frage, ob sie mit den Namen Christiane Krajewski (Bereich Wirtschaft), Yasemin Karakasoglu (Bildung und Wissenschaft) oder Oliver Scheytt (Kunst und Kultur) etwas anfangen können, bejahten nur je 1 Prozent der Befragten.

Das Forsa-Institut befragte für den Wahltrend im Auftrag des Magazins „stern“ und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

  • rtr
Startseite

8 Kommentare zu "Wahltrend: Rot-Grün verliert den Anschluss"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Und die FDP kommt auf 25%.

  • Wir werden Merkel behalten, das ist sicher
    Dann macht sie noch zwei Jahre und geht dann nach Brüssel und löst Barroso ab. Wird dann die starke Staatsratsvorsitzende der gesamten EU und setzt ihren Traum vom sozialistischen Zentralsstaat um
    Das ist längst beschlossene Sache.
    Gibt über diese Gedankenspile übrigens einen guten Bericht in der WiWo
    Nachfolgerin Merkels wird dann diese Klöckner aus Rheinland Pfalz. Sie wird ja schon als Hoffnungsträgerin der CDU bezeichnet

  • hafnersp
    stimmt. Mich wundert das auch, je näher die Wahl kommt, desto weniger bis nichts hört man von der AfD. Noch vor kurzem in jeder Zeitung, in TV-Sendungen, jetzt auf einmal nichts mehr.
    Dafür dann ständig der RLT-Wahltrend
    Nun muß man wissen, dass RTL Bertelsmann ist und Frau Mohn und Merkel sind beste Freudinnen
    Noch Fragen-Hauser/Kienzle?

  • Ausgezählt wird am 22. September. Und die AfD wird viele Stimmen mehr bekommen als vorgetäuscht. Zu viele in meinem Umkreis haben sich schon dafür entschieden. Das muss hochgerechnet den Einzug in den Bundestag bedeuten. Zu tief sitzt bei den Bürgern die Enttäuschung über den Einheitseuro-Murks und die Diktat-EU sowie deren Bevormundungen.

  • Vicario

    Da du nur mit Pennern verkehrst stimmt deine Umfrage.

    Puups..., Klodeckel zu, es stinkt schon wieder; Sockenpuppe Vicario versucht aus der Kloschüssel zu kriechen.

  • Zitat : 57 Prozent der Deutschen würden die Kanzlerin gerne noch länger im Amt sehen

    - laut meiner Umfrage würden 12 % die Kanzlerin gerne noch länger ai Amt sehen

    Und nun steht Aussage gegen Aussage....was stimmt ?

  • @ Hafnersp

    Richtig. In anderen Umfragen kommt die AfD auf über 48 Prozent und das würde zur Alleinregierung reichen. Freue mich jetzt schon auf das vom Kanzler Professor Lucke angeführte Kabinett mit Prof. Starbatty und den Professoren Henekel und Hankel. Dann werden wir ein neues Deutschland erleben, frei von europäischen Zwängen und frei vom Euro.

  • Wer noch diesen sogenannten Wahlprognosen glaubt (das ist Wählerbeeinflussung, nichts anderes), ist selber schuld. Es empfiehlt sich als "Alternative" auch ab und zu beim WahlOmeter hereinzuschauen: http://wahl-o-meter.com/
    Die Blockparteien sind nämlich nicht so "alternativlos" wie es Frau Merkel und die Mainstream-Medien gerne hätten.

    Im Übrigen fällt auf, daß die Mainstream-Presse die drei Buchstaben A, F, D offenbar seit geraumer Zeit aus ihrer Tastatur gestrichen hat, man hört wenig - obwohl doch eine neue Partei, die die 5% Hürde nehmen kann, für die Öffentlichkeit interessant sein müßte. Auch von den anderen Alternativen zu den Blockparteien hört man wenig, aber das hat in der BRD ja System.

    Das alles sollte aber niemanden davon abhalten, erstens wählen zu gehen, und zweitens, die uns ständig belügenden Blockparteien ABZUWÄHLEN, egal, welche Partei er sich dazu aussucht.

    PS: offenbar sind "Freihandelszone", "Bankenunion" und andere derartige in der zahlenden Bevölkerung unpopuläre Themen von der Agenda verschwunden - bis nach der Wahl. Dann bekommen wir sie dafür komprimiert ab. Hier ein Artikel bzgl der "Bankenunion"
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/26/merkel-verschiebt-banken-union-die-wahrheit-gibts-erst-nach-der-wahl/

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%