Wahlumfrage
Steinmeier holt in Umfragen auf

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier holt in der Wählergunst auf. Nach dem Wahlkampfauftakt der Sozialdemokraten verbesserte sich der Bundesaußenminister im ZDF-Politbarometer gegenüber dem Vormonat deutlich von 26 auf 33 Prozent. Allerdings führt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter klar mit 53 Prozent (minus vier Prozentpunkte).

HB MAINZ. Ein klein wenig zulegen konnte die SPD auch bei der sogenannten Sonntagsfrage, nämlich von 25 auf 26 Prozent. Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, gäbe es aber dennoch eine klare Mehrheit für Union und FDP. Nach der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen unter 1.445 Bundesbürgern liegen CDU und CSU mit unverändert 37 Prozent weiter klar vorn. Die FDP sank leicht von 15 auf 14 Prozent. Zusammen würde es mit 51 Prozent aber klar für eine schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag reichen. Die Linke liegt laut Politbarometer weiter bei 10, die Grünen ebenfalls unverändert bei 9 und sonstige Parteien bei 4 Prozent.

Bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler hätten, konnte SPD-Kandidat Steinmeier den Abstand zu Amtsinhaberin Merkel auf 33 zu 53 Prozent verkürzen. Allerdings hat die Kanzlerin in den eigenen Reihen nach wie vor einen wesentlich größeren Rückhalt als ihr Herausforderer: 86 Prozent (März: 87 Prozent) der Unionsanhänger sind für Merkel, von den SPD-Anhängern plädierten 68 Prozent (März: 52 Prozent) für Steinmeier.

Die Liste der zehn wichtigsten Politiker führt Merkel ebenfalls mit der plus 1,7 (Vormonat 1,9) weiter an. Steinmeier folgt mit 1,3 (März: 1,5) auf dem zweiten Platz. Auf den dritten Rang kam Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit ebenfalls 1,3 (März: 1,5), ihn können allerdings 38 Prozent mangels Bekanntheit nicht beurteilen.

Was den Bundespräsidenten angeht, führt Amtsinhaber Horst Köhler weiter mit ganz großem Abstand vor SPD-Kandidatin Gesine Schwan. Vier Wochen vor der Wahl des Staatsoberhaupts in der Bundesversammlung wünschen sich demnach 76 Prozent eine zweite Amtszeit für Köhler, nur 9 Prozent plädierten für einen Wechsel zu Schwan und 3 Prozent für den von der Linken aufgestellten ehemaligen „Tatort“-Kommissar Peter Sodann.

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