Warnstreiks werden fortgesetzt
Metaller setzen auf Baden-Württemberg

Mehrere tausend Beschäftigte haben sich am Dienstag erneut an Warnstreiks beteiligt. Der IG-Metall-Vorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Peter Gasse, warf den Arbeitgebern „Erpressung“ hinsichtlich der geforderten Verlängerung der Arbeitszeit vor.

HB FRANKFURT/BERLIN. „Was wir jetzt unterschreiben sollen, kommt der Selbstauflösung von Gewerkschaften gleich“, sagte Gasse bei einem Warnstreik in den Ford- Werken in Köln vor mehreren tausend Arbeitnehmern.

Weiter seien mehrere Werke von Daimler-Chrysler, Porsche in Stuttgart und Siemens in Essen betroffen. Auch in Offenbach bei MAN Roland legten am Dienstagmorgen mehrere Hundert Beschäftigte die Arbeit nieder. Im Eisenacher Werk der Benteler Automobiltechnik beteiligten sich 200 Metaller an einem Warnstreik. In 30 niedersächsischen Betrieben wurde am Dienstag mit über 1 000 Streikenden gerechnet. Im Raum Frankfurt sollte es in 36 Betrieben Warnstreiks geben.

Der Gewerkschaft fordert für die bundesweit knapp 3,5 Millionen Beschäftigten der Branche Einkommenserhöhungen von vier Prozent für zwölf Monate. Die Arbeitgeber haben bislang in mehreren Tarifgebieten Erhöhungen in zwei Stufen von je 1,2 Prozent für 27 Monate angeboten. Dies ist aber an eine Verlängerung der Arbeitszeit im Einzelfall auf bis zu 40 Stunden auch ohne Lohnausgleich geknüpft, sofern der Betriebsrat zustimmt. Die IG Metall lehnt das Angebot ab.

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