„Warnung an Arbeitgeber“: 1000 Ärzte demonstrieren für mehr Gehalt

„Warnung an Arbeitgeber“
1000 Ärzte demonstrieren für mehr Gehalt

Der Tarifstreit zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände geht weiter. Am Freitag demonstrierten 1000 Ärzte aus kommunalen Krankenhäusern aus ganz Deutschland in Düsselorf.
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DüsseldorfIn den Tarifverhandlungen für die gut 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat der Marburger Bund den Druck auf die Arbeitgeber verstärkt. Rund tausend Ärzte aus kommunalen Krankenhäusern in ganz Deutschland demonstrierten nach Angaben des Ärzteverbandes am Freitag am Rande der vierten Tarifrunde in Düsseldorf für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

„Die heutige Aktion sollte den Arbeitgebern eine Warnung sein“, erklärte Andreas Botzlar, Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes. Er forderte die kommunalen Kliniken auf, nicht länger eine Reduzierung der Arbeitsbelastung zu blockieren.

Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sind festgefahren. Der Marburger Bund fordert neben sechs Prozent mehr Gehalt auch Verbesserungen bei der wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze und den Bereitschaftsdiensten.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Angebot vorgelegt, das Gehaltssteigerungen von zwei Prozent vorsieht. Laut VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg ist dies "die Schmerzgrenze" für die Krankenhäuser. Die Forderungen des Marburger Bundes würden nach seinen Angaben hingegen insgesamt zu Kostensteigerungen von rund 13 Prozent in den Krankenhäusern führen.

Nach Angaben eines Sprechers des Marburger Bundes war bei der vierten Tarifrunde, die bis Freitagabend andauern sollte, noch kein Ergebnis zu erwarten. Für den 4. und 5. März sei bereits ein weiterer Verhandlungstermin in Düsseldorf eingeplant.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Mit Geldforderung ist noch lange nicht mehr Qualität im Gesundheitswesen und die Qualifizierung der Ärzte verbunden.
    Die Gier und Korruption nimmt eher noch zu. Die Ärzte sind nicht mehr ihrem Eid verbunden sonder als Betriebswirte oder Manager dem schnöden Mammon.
    Die seit kurzem immer wieder publizierten, unterschiedlichen Fälle Misstände sind beredete Beispiele.
    Als ein mittelbarer Betroffener schreibe ich aus Erfahrung der letzten 8 Monate. Es stinkt zum Himmel.

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