Warnung an Hamburg
NRW-Grüne befürchten Stimmenverluste

Unmittelbar vor der Entscheidung der Hamburger Grünen über Sondierungsgespräche mit der CDU mehren sich die Warnungen aus der Partei vor einem schwarz-grünen Experiment auf Landesebene. Sollte es in Hamburg zur Premiere dieses Bündnisses kommen, befürchten vor allem die NRW-Grünen Stimmenverluste.

BERLIN. „Es geht um die Glaubwürdigkeit beim Wähler und um Inhalte – deshalb muss man die Gefahr möglicher künftiger Stimmverluste auch ins Gesamtkalkül einbeziehen“, sagte die Landesvorsitzende der Grünen in NRW, Daniela Schneckenburger, dem Handelsblatt. Schwarz-Grün im Hamburg sei „strategisch genauso interessant wie problematisch“.

Einen direkten Einfluss auf den nächsten Bundestag sieht die eher dem linken Parteiflügel angehörende Schneckenburger nicht. Selbst wenn es in Hamburg zu schwarz-grün käme, könne die Partei ohne weiteres im Bund weiterhin auf rot-grün setzen. Auch auf andere Länder könne man die Option nicht ohne weiters übertragen. „In einem Stadtstaat wie Hamburg ist die Konfliktlage zwischen der CDU und uns begrenzter und überschaubarer als etwa in NRW, wo die Union beispielsweise auf die Atomkraft setzt.“

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin
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