Warnung vor „GM-Insolvenz-Tsunami“
BDI fordert Rettungsschirm für Autozulieferer

Aus dem den Reihen des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) werden Forderungen nach einem Rettungsschirm für Autozulieferer laut. Den Zulieferern drohe ansonsten vom „GM-Insolvenz-Tsunami überrollt zu werden“, so der BDI-Mittelstandsprecher Arndt Kirchhoff – und verweist auf das Beispiel USA.

HB DÜSSELDORF. Arndt Kirchhoff, geschäftsführender Gesellschafter der sauerländischen Zulieferergruppe Kirchhoff und Vorsitzender des Mittelstandsausschusses beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), fordert von der Bundesregierung einen Rettungsschirm für deutsche Autozulieferer. Schließlich sichere die amerikanische Regierung auch ihre inländischen und sogar die kanadischen Zulieferer mit einem fünf Milliarden Dollar schweren Bürgschaftsprogramm gegen Zahlungsausfälle von GM und Chrysler ab, so Kirchhoff gegenüber der "Wirtschaftswoche".

Ähnlich sollte deshalb Berlin für die deutschen Autozulieferer Konkursausfallbürgschaften übernehmen, damit im Fall von Insolvenzen die Lieferanten nicht auf ihren Forderungen sitzen blieben, regt Kirchhoff an. Ansonsten könnten einzelne Firmenpleiten in der eng verwobenen Autoindustrie "einen Dominoeffekt auslösen, wodurch mehrere Millionen Arbeitsplätze in Gefahr gerieten", sagt der Mittelstandssprecher. Sowohl der BDI als auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) haben bereits Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geschrieben und auf die Gefahr hingewiesen. Der CSU-Politiker hat jedoch zunächst die Kreditversicherer aufgefordert, eine praktikable Lösung zur Absicherung von Lieferantenforderungen zu entwickeln. Allerdings, mahnt Kirchhoff, könnte die Zeit knapp werden angesichts der drohenden Insolvenz von GM, da die deutschen Autozulieferer befürchten, von einem "GM-Insolvenz-Tsunami überrollt zu werden".

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