Warnung vor Islamisten: Bremer Polizeieinsatz geht weiter

Warnung vor Islamisten
Bremer Polizeieinsatz geht weiter

Bremen steht im Fokus der Sicherheitsbehörden. Polizisten zeigen schwer bewaffnet in der Stadt Präsenz, es hat Durchsuchungen und eine Festnahme gegeben. Doch der Spuk ist noch nicht vorbei.

BremenNach einer Warnung vor gewaltbereiten Islamisten kommt Bremen nicht zur Ruhe. In der Nacht zum Sonntag war der Polizeieinsatz noch in vollem Gange. Im Laufe des Samstages hatten die Beamten einen Verdächtigen festgenommen. Zudem wurden mehrere Menschen in Gewahrsam.

„Wir haben nach wie vor eine erhöhte Gefährdung“, sagte Polizeisprecherin Franka Haedke am Sonntagmorgen. Überall in der Hansestadt seien die Beamten in der Nacht verstärkt im Einsatz gewesen. „Wir haben ein Sicherheitsnetz über Bremen ausgelegt.“ Zu Einzelheiten des Einsatzes machte sie keine Angaben.

Es bestehe eine erhöhte Gefahr durch Extremisten, hatte die Polizei am Samstag mitgeteilt und auf Hinweise unter anderem vom Verfassungsschutz verwiesen. Die Beamten waren teils mit Maschinenpistolen in der Stadt und zeigten eine hohe Präsenz. Später wurden ein Islamisches Kulturzentrum und eine Wohnung durchsucht.

Das Fußballbundesligaspiel zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg sollte am Sonntag aber wie geplant angepfiffen werden. Zum Nord-Duell werden mehr als 40.000 Besucher im Weserstadion erwartet.

Es ist bereits die dritte Warnung in recht kurzer Zeit. Mitte Februar hatte eine Terrorwarnung zur kurzfristigen Absage des Karnevalsumzugs in Braunschweig geführt. Im Januar waren in Dresden eine Pegida- Demonstration und alle weiteren Kundgebungen am gleichen Tag aus Sicherheitsgründen verboten worden.

Die Polizei in Bremen versuchte, alle relevanten Gebäude besonders schützen. Rund um die Bürgerschaft, das Rathaus und den Dom standen Polizeibusse. Auch eine Synagoge wurde bewacht.

Bremen gilt als eine Hochburg radikaler Islamisten. Zuletzt wurden nach Angaben von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) rund 360 Salafisten vom Verfassungsschutz beobachtet. Am Freitagabend hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einer Diskussion in Braunschweig betont, dass ein Anschlag in Deutschland „nicht total auszuschließen“ sei.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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