Warnung vor Überreaktion
Jemen-Terror schreckt deutsche Wirtschaft auf

Paketbomben in der Luftfracht haben Schwachstellen im Flugverkehr offenbart. Abhilfe könnte die Firmen teuer zu stehen kommen. Die deutsche Wirtschaft warnt die Bundesregierung, nach der Entdeckung der Sprengsätze aus dem Jemen davor, überzogen zu reagieren. Erste in Berlin getroffene Maßnahmen alarmierten auch die jemenitische Regierung.
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BERLIN. „Natürlich wird es jetzt die Forderungen nach sofortigen Konsequenzen geben“, sagte Dierk Müller, Chef der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany). „Aber man muss aufpassen, dass sie in der Sache nicht zu unsinnigen Konsequenzen führen, die nur sehr viel Geld kosten.“

Mahnend meldete sich auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zu Wort: „Die Sicherheitskontrollen werden bürokratischer und aufwendiger“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Axel Nitschke. „Das kostet Zeit, und Zeit ist Geld.“ Die Transportbranche werde den höheren Sicherheitsaufwand spüren. Der Flughafenverband ADV warnte ebenfalls vor voreiligen Schlussfolgerungen.

Am Freitag waren in England und Dubai im Jemen aufgegebene und an jüdische Einrichtungen in der Nähe von Chicago adressierte Luftfracht-Sendungen mit Sprengsätzen entdeckt worden. Bei seiner Warnung vor überzogenen Reaktionen verwies AmCham Germany-Chef Müller auf einen Beschluss der US-Regierung von 2007, alle Schiffscontainer, die in US-Häfen geliefert werden, mit Röntgengeräten durchleuchten zu lassen. „Dies ist völlig unrealistisch.“ Es könne keine völlige Sicherheit geben, sondern nur eine relative Sicherheit. Eine Einschätzung, die auch das Bundesverkehrsministerium teilt: „Es ist bei dem jetzigen Frachtaufkommen derzeit praktisch unmöglich, die ganze Fracht zu scannen“, sagte der für den Luftverkehr zuständige Staatssekretär Jan Mücke (FDP).

Eine der am Freitag entdeckten Paketbomben war am Flughafen Köln/Bonn umgeladen worden. Die Bundesregierung hatte deshalb zunächst einen Stopp für Fracht- und Personenverkehr aus dem Jemen verhängt. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) reiste nach Köln/Bonn, um sich die Sicherheitsvorkehrungen demonstrieren zu lassen. Erwogen wird nun auch eine Ausweitung des Einfuhrverbots für Fracht aus weiteren Ländern. Die Regierung richtete einen Arbeitsstab aus führenden Mitarbeitern der zuständigen Ministerien und des Kanzleramts ein, um über weitere Konsequenzen zu beraten. Dabei gehe es auch darum, ob die Zuständigkeiten für die Überprüfung des Frachtverkehrs geändert werden sollten.

Die jemenitische Regierung reagierte mit Kritik und Enttäuschung auf das deutsche Einflugverbot für im Jemen gestartete Flugzeuge. Die Entscheidung der deutschen Regierung sei eine „kollektive und unlogische Bestrafung“, erklärte ein Regierungssprecher am Montagabend in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Dieser Schritt nutze lediglich den Terroristen von Al-Kaida, „die immer versucht haben, auf diese Weise den Interessen und dem Ruf Jemens zu schaden“, sagte er. Der Sprecher nannte die Verschärfung eine „hastige und übertriebene Reaktion“. Dies schade auch Jemens Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus. Sein Land werde dennoch weiterhin der Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft beim Kampf gegen den Terrorismus verpflichtet bleiben.

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  • Tommel,
    die USA sollen im 1. Golfkrieg auch den iran unterstützt haben? Die Mullahs, die die Leute in der US-botschaft festgesetzt haben ?

    Und das stellen Sie als Fakt dar ?

    ihr beispiel des Schmiedens ist gut. Nur wer schmiedet was und was wird dem Volk als Schmiedeergebnis verkauft?

    Was in dem schön geschmückten Paket drin ist, erfährt die bevölkerung immer erst, wenn es ausgepackt ist. Und dann ist es meinstens zu spät.

    Mit Verlaub, das halte ich für Geschwafel.

  • ich höre hier einen geschwafelten mist. mannomann. fakt ist, das saddam nicht ein zögling der us-interessen war. die usa haben anfangs ja sogar beide seiten beim 1. golfkrieg unterstützt. bei bin laden bin ich eher schon dafür, nur dachten die usa damals wohl nicht daran, dass osama ihnen auch gefährlich werden könnte. überläufer bei geheimdiensten gibts doch schon seitdem es diese auch gibt. wie auch immer: es lässt sich leicht sagen, die geheimdienste haben ihre finger im spiel und man gräbt wieder alle verschwörungstheorien aus. aber was nutzt es dem volke? wohl eher wenig. jeder ist seines glückes eigener schmied. und jeder kann schwerter schmieden oder auch einen schlüssel zum erfolg oder?

  • Tomtomtoy, Herbert und Jürgen, was ist Wahrheit?
    Sadam H. wurde von den USA als Gegenspieler des iran aufgebaut und dann abserviert in einem Krieg mit vielen tausenden von Toten.
    Die Taliban wurden von den USA als Gegenspieler der Russen aufgebaut und jetzt werden sie von der Nato bekämpft.
    bin Laden war auch einmal ein gern gesehener Gast im Umfeld von bush und Co, und jetzt ?

    Mittlerweile weiß ich nicht, ob der Terror der fundamentalen Moslems als Angriff oder als Antwort auf einen Angriff irgendeiner Art anzusehen ist.

    ich glaube kaum, dass Merkel oder bush oder Obama und wie sie alle heißen, uns reinen Wein einschenken. Wir bekommen nur das mit, was mir mitbekommen sollen.

    Und wenn ich dann noch lese, dass der informant ein freigelassener Häftling aus Guantanamo ist, der sich bei seiner Rückkehr in den Jemen der al Kaida angeschlossen hat und jetzt die Warnung an die behörden gab???

    im Übrigen meine ich, sollte man die Oberbedenkenträger gegen eine stärker Kontrolle als Piloten ausbilden und in die Flugzeuge mit der ungeprüften Fracht setzen.

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