WASG weist Einmischungsversuche zurück
NPD gibt Infiltration des Linksbündnisses zu

Das neue Linksbündnis aus PDS und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) wird nach Angaben des NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt von Rechten unterwandert. "Wir haben von Anfang an Mitstreiter in die WASG geschickt", sagte Voigt am Samstag bei einem Parteitag der rechtsextremen NPD in Sachsen.

HB CHEMNITZ. Es seien Leute unter anderem aus den so genannten freien Kameradschaften und aus dem nationalen Lager platziert worden. Zahlen wollte er nicht nennen, so Voigt weiter.

PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow wies "die Versuche der NPD, den Kooperationsprozess von PDS und WASG zu diskreditieren", entschieden zurück. "Neonazis, Rechtsextremisten und Rassisten haben weder in der PDS noch in der WASG einen Platz", erklärte er. WASG-Vorstand Klaus Ernst sagte der "Berliner Zeitung", Anhänger rechtsradikaler Positionen hätten keine Chance, in die WASG aufgenommen zu werden. Wer sich eingeschlichen habe und solche Gesinnung zeige, fliege raus. Die Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke sagte: "PDS und WASG haben sich mit einem rechtspopulistischen Türöffner eingelassen, Folgerichtig klopfen jetzt johlende Rechtsextreme an diese Tür."

Sie spielte damit auf eine Äußerung des WASG-Spitzenkandidaten und früheren SPD-Chef Oskar Lafontaine über "Fremdarbeiter" an, die Deutschen Arbeitsplätze wegnehmen könnten. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, warnte vor "Spielen mit Populismus".

Der PDS-Bundesvorsitzende Lothar Bisky, der in Brandenburg zum Direktkandidaten für eine vorgezogene Bundestagswahl gewählt wurde, rief seine Partei zu einer vorurteilsfreien Kooperation mit der Wahlalternative auf. Mit dem Projekt der gemeinsamen linken Wahlliste "werden wir auf jeden Fall die Fünf-Prozent-Hürde nehmen", sagte er auf einem Parteitag der PDS in Mecklenburg-Vorpommern.

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