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Wegen Altersarmut: Rürup fordert höhere Renten für Hartz-IV-Empfänger

exklusiv Noch sind es nicht viele, die im Alter arm sind. Das dürfte sich ändern. Die Arbeitsministerin sucht daher mit ihrem „Regierungsdialog Rente“ Auswege aus dem Dilemma. Der Ex-Wirtschaftsweise Rürup hat schon eine Idee.

Bert Rürup (hier ein Bild vom 12. November 2008) will, „dass niemand allein aufgrund von langer Arbeitslosigkeit eine Rente unter Sozialhilfeniveau erhält “. Quelle: AP
Bert Rürup (hier ein Bild vom 12. November 2008) will, „dass niemand allein aufgrund von langer Arbeitslosigkeit eine Rente unter Sozialhilfeniveau erhält “. Quelle: AP

BerlinEinen Tag vor dem Start des „Regierungsdialogs Rente“ hat der ehemalige Chef der Wirtschaftsweisen Bert Rürup einen eigenen Vorschlag zur Bekämpfung einer künftig drohenden Altersarmut gemacht. Im Gespräch mit dem Handelsblatt forderte Rürup, der maßgeblich an den vergangenen Rentenreformen mitgearbeitet hat, die Bundesregierung auf, Zeiten des Hartz-IV-Bezugs bei der Berechnung der Rente in Zukunft so zu bewerten, „dass niemand allein aufgrund von langer Arbeitslosigkeit eine Rente unter Sozialhilfeniveau erhält.

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Seit diesem Jahr werden Zeiten des Hartz-IV-Bezugs bei der Berechnung der Rente überhaupt nicht mehr berücksichtigt. Zuvor hatte der Bund wenigstens monatlich einen kleinen Rentenbeitrag für Hartz-IV-Empfänger an die Rentenversicherung überwiesen.

Rürup sieht in seinem Vorschlag eine preiswerte Alternative zur Forderung der Gewerkschaften, für Zeiten des Hartz-IV-Bezugs Rentenbeiträge in der gleichen Höhe wie für Empfänger von Arbeitslosengeld I zu zahlen. Für sie zahlt die Bundesagentur für Arbeit einen Rentenbeitrag auf Basis von 80 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Dies forderte auch die Präsidentin des Sozialverbands VdK Ulricke Mascher. Eine solche Regelung würde den Bund nach Berechnungen des DGB allerdings mit zusätzlichen Kosten von zehn Milliarden Euro belasten. Dies sei sicher schwer für den Bundeshaushalt zu verkraften, sagte dazu Rürup.

Neuer Regelsatz Hartz-IV oder was zum Leben übrig bleibt

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Außerdem sprach sich Rürup für eine Erhöhung der Erwerbsminderungsrenten aus. „Der Vorschlag der Arbeitsministerin, die Zurechnungszeiten anzuheben, ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt. Nur sollte diese Aufstockung viel schneller als bis zum Jahr 2029 vorgenommen werden“, sagte Rürup.

Ähnlich wie der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Herbert Rische sprach sich Rürup für die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung aus. "Der Versichertenkreis der gesetzlichen Rentenversicherung sollte auf alle Selbstständigen ausgeweitet werden, die nicht in einem anderen obligatorischen Vorsorgesystem abgesichert sind.“

  • 31.10.2011, 15:56 Uhrmargrit117888

    was heißt denn auch, die Arb.-Amt zahlt Beiträge auf Grundlage von 80% des letzte Nettogehates?
    Und was ist mit den Sozialhilfedynastien? Die haben nie auch nur einen Pfennig eingezahlt.
    Will nun Herr Rürup die auch in die Rentenvrs. tun, damit die Rente der Normalos noch geringer wird?
    Ich habe so langsam das Gefühl. da geht so einigen mehr und mehr der Arsch auf Grundeis, weil sie jetzt merken, was für einen Müll sie mit Hartz IV installiert haben und den normalen Arbeitslosen nach einem Jahr zum Asozialen abgestempelt haben.
    Rürup war daran nicht unschuldig

  • 31.10.2011, 15:52 Uhrmargrit117888

    Ja richtig, wenn das Politbüro tagt, haben wir nichts zu melden, das müssenw ir endlich mal kapieren.

  • 07.09.2011, 11:44 UhrAnonymer Benutzer: Karl_Martell

    LOL
    Da dürfen sie hoffen, dass ihnen nicht dasselbe blüht. Zumal wenn ihr Stundenlohn unter € 10,50 liegt, werden sie später mit Renteneintritt in den Genuss von Sozialhilfe kommen. Sollten sie mit € 760.-- im Monat dann nicht auskommen (das Rentenniveau soll die nächsten Jahre ja nochmals um 10 % sinken, können sie ja nebenbei noch arbeiten gehen.
    Ach ja, bevor ich´s vergesse: Mann nennt das Eigenverantwortung!

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