•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

„Finanzsystem steht am Rande des Abgrunds“

Wegen der Zypern-Krise
„Finanzsystem steht am Rande des Abgrunds“

Neuer Tabubruch oder notwendige Maßnahme? Die EZB rüstet sich gegen Kapitalflucht aus Zypern. Ökonomen stützen den Vorstoß. Doch ein Restrisiko bleibt: Was, wenn in anderen Krisenstaaten plötzlich Panik ausbricht?

BerlinÖkonomen in Deutschland haben die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) für massive Beschränkungen des Kapitalverkehrs in Zypern begrüßt. „Nach der dümmsten wirtschaftspolitischen Entscheidung in jüngster Zeit, alle zypriotischen Sparer mit einer Abgabe zu belegen, steht das Finanzsystem wieder einmal am Rande des Abgrunds. Falls binnen weniger Stunden keine tragfähige Lösung in der Zypern Frage gefunden wird, droht der Kollaps“, sagte Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, Handelsblatt Online.

Daher sei die temporäre Einführung von Kapitalverkehrskontrollen eine „absolut gerechtfertigte Notmaßnahme“, die  den  Beginn eines Bank-Runs verhindern könne, wenn man noch mehr Zeit  gebraucht werde, um Lösungen zu finden. „Es bleibt allerdings nur zu hoffen, dass  inzwischen nicht Panik im Finanzsektor anderer Krisenstaaten ausbricht“, sagte Horn und fügte hinzu: „Die Lage  ist  sehr  ernst.“

Nach Handelsblatt-Informationen bereitet die EZB verschiedene Instrumente zur Kontrolle des Kapitalverkehrs vor - umsetzen müsste diese dann allerdings die zyprische Notenbank. Wie aus Notenbankkreisen verlautete, sollen Zyperns Bürger für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können. Zurzeit liegt das Limit bei 400 Euro pro Tag und Bankkunden. Zusätzlich seien im Gespräch die Spareinlagen vollständig einzufrieren und über Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden.

Die EZB will den Kapitalverkehr auch dann reglementieren, wenn Zyperns Regierung ein Rettungspaket mit der Troika bis Anfang nächster Woche ausgehandelt habe. „Die Gefahr ist zu groß, dass es zu einem Ansturm auf die Banken kommen, wenn diese nach mehr als einer Woche wieder öffnen“, sagte ein Notenbanker dem Handelsblatt. Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen „sozialverträglich“ ausgestaltet werden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehörten auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.

Der Leiter der Abteilung Internationale Wirtschaftsordnung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Jürgen Matthes, wies auf die rechtlichen Bedingungen für die geplanten Maßnahmen hin. Nach Artikel 65 des Lissaboner Vertrages sind Kapitalverkehrskontrollen nur für den Fall erlaubt, dass die öffentliche Ordnung oder die öffentliche Sicherheit bedroht sind.

Kommentare zu "„Finanzsystem steht am Rande des Abgrunds“"

Alle Kommentare
  • Also, wenn in den anderen Krisenstaaten Panik ausbricht, und dieser verfluchte Euro auseinanderfliegt, dann wird bis nach Ostern im Vollrausch gefeiert.

  • [...]

    Aber man merkt ESM (was außerhalb der parlamentarischen Kontrolle steht) läßt grüßen. Und iwi erinnert mich das imemr mehr an das diplomatische Vorgehen von "Kanonenboot Politik".

    Auch wenn man in Zypern damit durchkommt, aber der Vertrauensbruch ist mega schwer zu werten und hat die gleiche Bedeutung wie der "Elch Test" von Mercedes.

    [...]

    "Merkelt droht Zypern,.... ", ja mei sind wir denn im Krieg. EU gegen das Volk

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es wird so weiter gehen wie bisher, keine Panik...Der Italiener an der Notenpresse und unsere PArteiendiktatur werden das Boot so lange schaukeln bis es unkontrolliert untergeht und die Crew absäuft während man sich selbst vorher schon abgeseilt hat.

    Was heisst eigentlich "steht am Abgrund"?
    Das Ding steht seit bald 6 Jahren am Abgrund.

  • „Finanzsystem steht am Rande des Abgrunds“?
    Nur wegen fehlende 6 Mrd Euro in Zypern? Lachhaft.

  • Die verlogene Politik wir gnadenlos von der eurokrtischen website www.fortunanetz.de auseinander genommen. Die dortige Argumentationskette im Überblick:
    Die überbewerte Inlandswährung in den Krisenländern wirkt wie ein Beschäftigungsverbot. Das führt zu Massenarbeitslosigkeit, wegbrechenden Steuereinnahmen, weil die von der Einkommensentstehung (Lohnsteuer) und -verwendung (Umsatzsteuer) abhängig sind. Zugleich explodieren die Staastausgaben um die Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Der Weg des Landes führt über Einnahmeausfälle und Mehrausgaben direkt in die Staatspleite. Das ist sozusagen der realwirtschaftliche Effekt.
    Fortunanetz Tageskommentare vom 06. bis 08.03. 2013.
    Und jetzt muss man nach der Staatspleite, die allen Südländern droht, die Wirkungskette zu Ende denken.
    Denn mit der Staatspleite kommt dann der Rest des Programms: Entweder ein Schuldenschnitt nach dem anderen, wie in Griechenland oder eine inflationäre Politik um die Gläubiger der Staatstitel zu enteignen. Im Prinzip ist die Ausgangsbasis das Gleiche: Die Forderungen der Gläubiger können nicht mehr befriedigt werden und man braucht ein Ventil um den Forerungen die Luft abzulassen.
    Dabei ist es geradezu ein Witz, dass nunmehr dummerweise bei der Zypernrettung der Ausspruch durchgesickert ist, dass man es leider nicht geschafft hat die Sparer über die Inflation rechtzeitig zu enteignen. Deswegen muss man jetzt zur unmittelbaren Enteigung der Sparer greifen. Da Merkel und Schäuble zusammen mit der Eurogruppe hart bleiben wollen wird auch klar, dass sich eines der Szenarien tatsächlich realisiert.
    Im Schnelldurchlauf: Die hemmungslose Überkonsumption des Staates muss irgendwann nachfinanziert werden muss: Entweder durch Zwangsabgaben oder die Enteignung der Bevölkerung durch Inflation.

  • Mein Bekannter hat offensichtlich über Umwege sehr gute Kontakte bis in die höchste Ebene der EU. Wenn das stimmt, was er erzählt hat, bereitet man schon dort Maßnahmen vor, um einen Bankenrun in anderen Eurostaaten zu verhindern. So soll in einigen EURO-Ländern das Transferieren von höheren Geldsummen ins Ausland auch nur möglich sein, wenn die EZB das genehmigt. Auch andere Maßnahmen seien geplant, u.a., dass nur in begrenztem Umfang Geld abgehoben werden kann. Für die Rictigkeit der Aussage kann ich nicht garantieren !!! Aber dazu würde passen, dass nach der Lehman Brothers Pleite sehr viele Banken ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert haben. Diese hängen of in der Bank aus oder können bei Nachfrage ausgehändigt bzw. eingesehen werden. Dort ist die AGB oft dahingehend geändert worden, dass die Auszahlung größerer Bargeldsummen vor Ort verweigert werden KANN !!. Der Kunde muss einen schriftlichen Antrag stellen und ihn bei der Bank einreichen, wenn er größere Summen abheben möchte. Eifach beu eurer Bank mal nachschauen. Die Politiker und Banker haben schon vorgesorgt. Diese Leute sind zwar oft verlogen, korrupt - aber eines sind sie nicht - dumm und einfältig. Sondern berechnend und hinterlistig !!

  • Mutti, spann den Rettungsschirm auf....!!

  • "Die EZB".." kümmert sich jetzt mit der Politik darum, ein kriselndes System zu erhalten"

    In der Eurozone verdichten sich lediglich die fundamentalen Probleme unseres nach der Banking-Philosophie aufgebauten fractional reserve Geldsystems, das die Geldschöpfung privaten Unternehmen anvertraut, auf tragische Weise; das Drucken von immer mehr Geld in einem Krisenland, die einzig verbleibende temporäre „Stabilisierungsmöglichkeit“ über den Staat als Gläubiger der letzten Instanz und damit die fortwährende Abwertung nach außen und Inflationierung nach innen, ist durch die Eurozone blockiert. Die mit M3 exponentiell steigende LABILITÄT des Systems wird Booms and Busts in immer apokalyptischeren Größenordnungen hervorrufen. Der finale Crash ist unausweichlich und eine Frage der Zeit. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt trennt das Hier und Jetzt von diesem Szenario nur ein winziges Quäntchen VERTRAUEN. Das Vertrauen der Menschen, dass alles so weitergeht, wie bisher, das alles gut geht, das irgenjemand die Kontrolle hat, das Bankeinlagen SICHER sind. Erodiert es, gibt es keinen Weg zurück. Mit einem Bank Run wird es beginnen...

    Jetzt stehen die Chancen gut.. für ein Saturday Night Main Event

    Es gibt Möglichkeiten und Wege zu einer stabilen Geldordnung aber nur in einem anderen System,
    - realwirtschaftliches Wachstum
    - Zinsen und
    - Geldmenge
    müssen in einem Dreiklang stehen und sich analog zueinander entwickeln. Ohne dass das staatliche Geldregal wiederhergestellt wird, ist dieses Szenario nicht zu verwirklichen. Chancen auf eine solche Ordnung gibt es in meinen Augen nicht vor der Apokalypse und die ist in Sichtweite

  • Wer erpresst jetzt wen???
    Zypern & Greece die EU, die EU Zypern & Greece, die EU = Merkel/Schäuble mit ihrer neoliberal-marktradikalen Vorgabe/Indoktrination die europäischen Bürger???

    Es ist schon krass, das man dieses „ganze Brüsseler EU-Technokraten-Versorgungswerk mit seiner Einheitswährung“ nur noch mit Vertragsbrüchen, Lügen, Täuschung, Manipulationen, Inflation, Erpressung und „verbrannter Erde“ am funktionieren halten kann.
    Keine Ahnung, wie lange sich die Bürger der einzelnen EU-Staaten diese politische Schmierenkomödie noch länger gefallen lassen???
    Medien, Wirtschaft, Finanzmafia und Poltik, ein und dasselbe Pack von Nebelkerzenwerfern!
    „Griechenland wird die Hilfstranchen nicht in Anspruch nehmen müssen. Niemand hat die Absicht, in der EU Kapitalkontrollzonen und Sparguthaben-Enteignungen des europäischen Bürgers durchzuführen.
    Die Spareinlagen der Deutschen sind sicher, dafür steht die Bundesregierung ein.“
    Muarhahaha, selten so gelacht. :-)

  • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man Zypern aus der Eurozone entlässt. Das wär die Gelegenheit, für Putin, der EU ans Bein zu pinkeln.

Serviceangebote