Wegen fahrlässiger Tötung
Althaus zu Geldstrafe verurteilt

Der thüringische Ministerpräsident Althaus (CDU) ist wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit seinem Skiunfall am Neujahrstag in Österreich zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er muss 33 000 Euro bezahlen. Politische Beobachter sehen nach dem Urteil weiterhin große Probleme für Althaus.

HB WIEN/LEOBEN. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus ist am Dienstagabend von einem österreichischen Gericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33 000 Euro verurteilt worden. Der Anwalt von Althaus habe im Namen seines Mandaten das Urteil angenommen, sagte die Sprecherin des Gerichtes, Sabine Anzenberger. Der Staatsanwalt habe dies noch nicht getan. Das Urteil sei daher noch nicht rechtskräftig, sagte die Sprecherin.

Der 50-jährige CDU-Politiker hatte zuvor die „Verantwortung für sein Handeln“ bei dem Unfall übernommen, bei dem er selbst schwere Kopfverletzungen erlitten hatte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Am Abend erklärte er: „Ich stehe zu meiner Verantwortung, die sich aus der Rekonstruktion des Unfallhergangs ergibt, auch wenn ich mich an den Skiunfall am Neujahrestag nicht erinnern kann“. Wichtig sei ihm, dass sich zumindest der materielle Ausgleich gegenüber den Hinterbliebenen nicht verzögere. Er hoffe, dass der zügige juristische Abschluss des Skiunfalls auch den Interessen der Angehörigen diene.

Der Prozess war wegen des Vorwurfes der fahrlässigen Tötung überraschend am späten Dienstagnachmittag begonnen worden. Dem Antrag des Anwalts von Althaus auf einen raschen Prozess stimmten Staatsanwaltschaft und die Privatkläger zu, wie die Sprecherin des Landesgerichtes Leoben sagte. Althaus gilt nach der Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung nach österreichischem Recht als „vorbestraft“. Allerdings sei die „Auskunftspflicht“ über die Vorstrafe wegen des Strafmaßes eingeschränkt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben.

Erst am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Klage gegen Althaus erhoben. Der 50-jährige CDU-Politiker und enge Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel war am Neujahrstag beim Skifahren mit einer 41-Jährigen zusammengestoßen. Die Frau erlag kurz darauf ihren Verletzungen. Althaus selbst erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und wird seit sieben Wochen in einer Klinik am Bodensee behandelt.

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