Wegen Lokführerstreik
FDP fürchtet großen Schaden für die Bahn

Dass die Lokführer-Gewerkschaft die Muskeln spielen lässt sorgt für Unmut in der Politik. Die FDP warnt vor großen ökonomischen Schäden bei einem flächendeckenden Streik, doch Minister Ramsauer lehnt eine Vermittlung ab.
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BerlinDie bevorstehenden unbefristeten Streiks der Lokführer stoßen bei der FDP auf massive Kritik. "Ein flächendeckender Streik wird das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Bahn weiter beschädigen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, Handelsblatt Online. Er könne daher nur hoffen, dass die Gewerkschaft GDL von ihrem Streikrecht "vernünftigen Gebrauch" mache. "Denn wenn am Ende die Kunden ausbleiben, haben die Arbeitnehmer den größten Schaden", warnte Döring.

Bei der Deutschen Bahn stehen unbefristete Streiks der Lokführer bevor, nachdem die GDL mitteilte, dass mehr als 90 Prozent der Mitglieder in einer Urabstimmung für eine Ausweitung des Arbeitskampfes stimmten. Die Gewerkschaft legte sich noch nicht auf ein Datum fest. GDL-Chef Claus Weselsky sagte, in dieser Woche sei aber auf jeden Fall noch ein Streik geplant. In den vergangenen Wochen war der Zugverkehr bereits durch drei Warnstreiks beeinträchtigt worden. Die GDL fordert einheitliche Löhne und Gehälter für alle 26.000 Lokführer in Deutschland, unabhängig vom Unternehmen.

Erstmals wird es nun auch Unternehmen treffen, die ihre Waren auf der Schiene befördern. Ein schwacher Trost für Berufspendler und andere Passagiere, die bereits drei Warnstreiks über sich ergehen lassen mussten: „Die Reisenden wird es im Verhältnis zum Güterverkehr weniger betreffen“, sagte GDL-Chef Weselsky.

Auch werde die Gewerkschaft die Streikmaßnahmen nicht „über Gebühr ausdehnen“, versicherte ein Sprecher. Entwarnung gibt die GDL aber bislang nur für Faschingsdienstag. Von Aschermittwoch an könnten die Züge im ganzen Land stehenbleiben.

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