Wegen PKK-Unterstützung
Erdogan greift deutsche Stiftungen an

Der türkische Ministerpräsident Erdogan begibt sich in einen offenen Konflikt mit deutschen Stiftungen, die laut Erdogan die illegale PKK unterstützen. Die deutsche Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
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IstanbulDer türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat deutschen Stiftungen in der Türkei vorgeworfen, Geld an die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu schleusen. Die Stiftungen nutzten Kredite an kurdische Lokalverwaltungen in der Türkei, um die Hilfe auf diesem Wege ans Ziel zu bringen, sagte Erdogan. Eine deutsche Stiftungsvertreterin in der Türkei wies die Vorwürfe zurück.

Erdogan hatte sich zunächst auf dem Rückflug von einem Besuch in Mazedonien vor mitreisenden Journalisten geäußert. Dabei sagte er laut Zeitungsberichten, eine deutsche Stiftung arbeite mit Stadtverwaltungen zusammen, die von der legalen Kurdenpartei BDP regiert würden. Bei Kreditvereinbarungen für Projekte legten die Deutschen fest, welche Firma den Zuschlag erhalten müsse. „Auf diese Weise wird offiziell Geld an die PKK geschickt.“ Die deutschen Behörden seien trotz türkischer Beschwerden bisher untätig geblieben.

Das Auswärtige Amt in Berlin verwies darauf, dass die PKK in Deutschland und der EU als Terrororganisation eingestuft werde. „Hinweisen auf unerlaubte Aktivitäten wird nachgegangen“, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Bei seiner Pressekonferenz bekräftigte Erdogan seine Vorwürfe und sprach allgemein von „deutschen Stiftungen“. Damit sind in der Türkei die Vertretungen der parteinahen Stiftungen von CDU, SPD, Grünen und FDP gemeint. Erdogan sagte, es sei nicht das erste Mal, dass die Stiftungen zu einem Thema würden. „Leider sind die deutschen Stiftungen schon lange bei ähnlichen Dingen aktiv.“ Vor neun Jahren mussten sich Stiftungsvertreter wegen angeblicher „Spionage“ gegen die Türkei vor Gericht verantworten. Sie wurden freigesprochen.

Ulrike Dufner, die Türkei-Vertreterin der Heinrich-Böll-Stiftung, wies Erdogans Vorwürfe zurück. Die deutschen Stiftungen könnten keine Kredite vergeben, sagte sie. „Was wir machen, ist öffentlich bekannt, wir sind komplett transparent.“ Die Zeitung „Milliyet“ meldete, möglicherweise habe Erdogan nicht deutsche Stiftungen gemeint, sondern Entwicklungshilfe-Institutionen wie die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW hatte unter anderem das Abwassersystem in der kurdischen Großstadt Diyarbakir modernisiert.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wegen PKK-Unterstützung: Erdogan greift deutsche Stiftungen an"

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  • Was glaubt man denn wieviel deutsches Geld über Sozialhilfe und Drogenhandel an die PKK fliesst. Da dürften diese Zuwendungen dieser Stiftung lediglich Kleingeld sein.

  • Erdogan läßt immer mehr die Maske des Demokraten fallen.
    Dies war natürlich vorraussehbar; sicher nicht für unsere naiven "Gutmenschen". Es sollte doch mitlerweile klar sein wohin die Reise der Türkei geht. Das Osmanische Reich läßt grüßen! Von der Re Islaminisierung der Türkei möchte ich hier erst gar nicht reden.

  • .
    ha-ha-ha,

    nach dem ihr so viel über die Ilu schreibt, bin ich kurz davor mir in die Hose zu machen. Ihr dürft euch aussuchen ob vor lauter Belustigung oder vor lauter Schiss.
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