Wegen Verstößen
Sanktionen gegen Arbeitslose auf Rekordniveau

Fast eine Million Arbeitslosengeld-Empfänger haben sich 2011 bereits eine Sanktion vom Fallmanager eingehandelt. Die Betroffenen haben laut Arbeitsagentur eine zumutbare Tätigkeit abgelehnt oder gegen Auflagen verstoßen.
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BerlinDie gegen Langzeitarbeitslose von den Arbeitsagenturen verhängten Kürzungen ihrer Bezüge steuern in diesem Jahr auf einen Rekordwert zu. „Die Zahl der Sanktionen betrug von Januar bis April fast 300.000, und damit gut 50.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2010“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, dem Magazin „Focus“.

Er rechne damit, dass die Fallzahl bis Jahresende auf 900.000 steigen werde. Das wäre ein Rekordwert. Weise betonte allerdings, es sei nicht Ziel der BA, Menschen in Dauerarbeitslosigkeit zu bestrafen. Die Fälle träten ein, wenn Leistungsempfänger eine zumutbare Arbeit ablehnten oder gesetzlichen Auflagen nicht nachkämen.

Laut „Focus“ hat im Frühjahr der florierende Arbeitsmarkt dazu geführt, dass Langzeitarbeitslose häufiger als sonst eine Stelle angeboten bekamen. In zahlreichen Fällen seien diese aber nicht zum Vorstellungsgespräch erschienen und meldeten sich auch nicht krank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wegen Verstößen: Sanktionen gegen Arbeitslose auf Rekordniveau"

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  • Wertes Sonnenkind dnke du lebst einsam auf den Mars und hast nicht bemerkt, wie händeringend die Wirtschaft Fachkräfte sucht gut ausgebildet dauerpraktikant mit Festanstellung, sorry von deinen eingezahlten Geld leben diese Menschen, wovon lebet eigentlich Blüm, Ulla Schmitt, was haben die eingezahlt ? Zahle ruhig weiter ein aber glaube eins du kommst erst zu etwas wenn du das Betrugsystem für dich arbeiten lässt, komm wir Wete auf den Euro nichts ist von Dauer was keiner recht will, aber bis dahin leben viele ganz gut davon. Ihr Guttenberg ich muss zum Dreh verfilme mich gerade ist bestimmt ein Kassenschlager.

  • Es geht doch hier nicht um die Rettungsschirm Milliarden! Es geht um eine soziale Einstellung zur Gesellschaft und Arbeit als solcher. Arbeitslose sollen doch nicht "für den Staat" arbeiten gehen, sondern für sich selbst. Wie @Regina schön beschreibt, sind die betreffenden Leute ja kreativ genug, sich den staatlichen Auflagen zu entziehen. Allerdings mangelt es wohl an einer Ausbildung und dem Willen, zu einer Gesellschaft dazugehören zu wollen und eben ihren Teil beizutragen. Von meinem Gehalt werden diese Leute finanziert. Da bin ich froh, wenn die Mitarbeiter in den Jobcentern nicht allzu freigiebig damit umgehen und eben auch mal sanktionieren. Viele Hartz-IV-Empfänger hängen dem irrigen Glauben an, ein Arbeitsvermittler solle ihnen Arbeit vermitteln. Das ist nur eine "Hilfestellung" da diese Leute wohl nicht in der Lage sind aus eigener Kraft eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Herbeizaubern können die Jobcenter deswegen auch nichts - weder Wunschstellen mit Riesenverdienst, noch bessere Qualifikationen oder Arbeitseifer.

  • @ Schnorrer,

    ein bißchen billig nicht wahr, die Misere eines krankhaften Exportwahns plus einer gänzlich blauäugigen Einheitswährung ohne Einheit, inkl. völlig überhöhter Managergehälter, Dividenden und Boni seit mindestens 2 Jahrzehnten, auf die ca. 21 Mrd. p. a. an Kosten für Hartz-IV zu schieben? Milliarden für den sozialen Frieden : Billionen (sofort nicht per anno) für nimmersatte Profiteure, Großkonzerne, Banken? Von den üppigen Politiker-Pensionen ohne jeden Eigenbeitrag erst einmal gar nicht zu reden ...

    Übrigens ... falls sie eine Firma betreiben, noch einen Arbeitsplatz ihr eigen nennen können ... auch H4ler kaufen ein. Und bezahlen damit die nicht ganz unerheblichen, "verdeckten" Steuern (MwSt.) in dieser Finanz GmbH. Mit denen weltweit agierende Großkonzerne dauergepampert werden. Die, wohlgemerkt, ihre Gewinne mit Vorliebe off-shore versteuern. Um somit zum Erhalt von Staat, Bildung, freier Forschung, Infrastruktur in allen Ländern möglichst wenig bei zu tragen.

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