Wehrdienst
Aufatmen bei der Bundeswehr über Freiwillige

Und es finden wohl doch mehr Freiwillige zur Bundeswehr als gedacht. Zumindest ist Verteidigungsminister Thomas de Maizière erst einmal erleichtert. Aber noch ist die letzte Schlacht nicht geschlagen.
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Die Anwerbung von Freiwilligen für die Bundeswehr läuft besser als bisher angenommen. „Das Interesse geht in die richtige Richtung“, kommentierte ein Ministeriumssprecher die Zahlen. Nach den Vorstellungen von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sollen der Bundeswehr der Zukunft ständig mindestens 5000 freiwillige Wehrdienstleistende angehören.

Der CDU-Politiker hatte die Zahl in seinem am Mittwoch vorgestellten Reformkonzept nach unten korrigiert. Sein Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte noch mit 7500 bis 15 000 Freiwilligen kalkuliert. Anfang Januar waren die letzten Wehrpflichtigen zur Bundeswehr eingezogen worden. Seitdem werden nur noch Freiwillige für den Wehrdienst rekrutiert.

Unter den 9400 bisher angeworbenen sind 4000 freiwillig länger Dienende, die bei der Bundeswehr bereits ihren Wehrdienst nach altem Muster absolviert haben. Immerhin 5400 junge Leute wurden aber extern angeworben. 2000 davon treten ihren Dienst zum 1. Juli nach den neuen, besseren Konditionen an.

Auch die Ergebnisse einer groß angelegten Werbeaktion der Kreiswehrersatzämter können sich inzwischen sehen lassen. Von bis zu 600.000 angeschriebenen jungen Männern haben nach Ministeriumsangaben 15.000 Interesse am neuen Freiwilligendienst mit einer Länge von 12 bis 23 Monaten bekundet.

Am 1. Juli tritt das Gesetz über die Aussetzung der Wehrpflicht in Kraft. Dann gelten auch die besseren Konditionen für den neuen Freiwilligendienst. Während Wehrdienstleistende bisher nur 378 Euro im Monat verdienen, werden es künftig 777 bis 1146 Euro sein. Hinzu kommen weitere Leistungen wie Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Versorgung oder Sozialversicherungsbeiträge.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wehrdienst: Aufatmen bei der Bundeswehr über Freiwillige"

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  • Nun ist aber die große Frage, wr meldet sich?
    Der Abiturient? Der gute Realschüler mit abgeschlossener Ausbildung? Oder eben doch eher die, die schon seit Jahren rumhängen, keine Ausbildung haben und die BW als letzte Chance ansehen?
    Übrigens die FWD-ler (freiwillig Wehrdienstleistende) gibt es schon mindestens 20 Jahre, das ist keine Neuerfindung. Das machten meist Abiturienten, denn die bekamen dann gut bezahlt und haben das fürs Studium gespart.

  • Man mag es wirklich nicht glauben daß es so viel Nieten in diesem Land gibt, mhmhmhhhh.


    My Dream of my homeland is.....

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