Wehrpflicht steht zur Diskussion
Struck will bis 2010 im Amt bleiben

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) will nach einem Wahlsieg der SPD bei der Wahl 2006 bis 2010 im Amt bleiben. Nachdem der 63-Jährige im Juni einen Schlaganfall erlitten hatte, gab es Spekulationen um seinen Gesundheitszustand.

HB BERLIN. „Bis 2010 werde ich das zu regeln haben“, sagte Struck am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Standortkonzepts der Bundeswehr in Berlin. Der 63-Jährige hatte im Juni einen Schlaganfall erlitten, den sein Ministerium aber wochenlang nur als Schwächeanfall bezeichnet hatte. Diese Informationspolitik hatte Zweifel an Strucks Gesundheitszustand und Spekulationen über einen bevorstehenden Rückzug ausgelöst, zumal auch nach Strucks Rückkehr aus einer Genesungspause Mitte August von Schwäche und Sprachstörungen berichtet wurde. Struck selbst hatte sich dagegen als wieder voll einsatzfähig bezeichnet.

Struck sagte, wenn gegen seinen Willen die Wehrpflicht ausgesetzt oder abgeschafft werde, wolle er dennoch Minister bleiben. „Dann würde ich das als Herausforderung betrachten.“ Die SPD will im kommenden Jahr über die von Teilen der Koalition und von der FDP gewollte Aussetzung oder Abschaffung der Wehrpflicht entscheiden. Verteidigungsexperten der SPD schätzen, dass eine Mehrheit in der Bundestagsfraktion wie die Grünen für ein Ende der Wehrpflicht ist. Vorbereitungen für die Entscheidung der Partei sollen Mitte November bei einer Anhörung der SPD getroffen werden.

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