Wehrpflicht steht zur Disposition
Bundeswehrverband stütz Strucks Kurs

Bernhard Gertz, der Vorsitzende des deutschen Bundeswehrverbandes, unterstützt die Planung für ein mögliches Ende der Wehrpflicht. Zudem sieht er die Notwendigkeit drastischer Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr. Diese müsse mit der Konzentration auf die Kernaufgaben der Armee einhergehen.

HB BERLIN. Er halte es mit Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), sagte Gertz am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Obwohl die Wehrpflicht ihre Vorzüge habe, müsse man so planen, dass man bei einem Wegfall „nicht in ein tiefes Loch fallen, sondern weiterhin in der Lage sind, unsere Aufgaben zu erledigen“.

Angesichts des milliardenschweren Sparkurses bei der Armee breche der Bundeswehrverband „natürlich nicht in Begeisterungsstürme“ aus, sagte Gertz. „Aber er trägt den Kurs mit, in einer Zeit, in der sehr wenig Geld vorhanden ist, sich auf das zu konzentrieren, was von der Bundeswehr wirklich verlangt wird, und die Fähigkeiten aufzugeben, die nicht mehr aktuell sind.“

Minister Struck will am Dienstag sein Reformpaket mit Kürzungen in Milliardenhöhe vorstellen. Union und Bundeswehr haben das Konzept mit dem Verzicht auf zahlreiche Rüstungsinvestitionen bereits scharf kritisiert.

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