Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten
„Wir können alle nicht zaubern“

Bundespräsident Horst Köhler hat die Deutschen in seiner Weihnachtsansprache aufgefordert, sich mit einer gemeinsamen Anstrengung wieder an die europäische Spitze hochzuarbeiten. Die Politiker könnten sich ein Beispiel an den Bürgern nehmen, die den Politikern wiederum die nötige Zeit geben sollten.

HB BERLIN. „Wir können alle nicht zaubern, nur arbeiten. Es wird Zeit brauchen“, mahnte Köhler in der Ansprache, die am Samstagabend ausgestrahlt werden soll. Deutschland stehe vor einem Berg von Aufgaben, besonders die Politiker trügen hierbei eine große Verantwortung.

Der Bundespräsident appellierte eindringlich an die Bürger: „Wir wissen: Gemeinsam sind wir stark. Wenn wir zusammenstehen, offen für Ideen sind, hart arbeiten, einander zuhören und helfen, dann können wir auch diejenigen von uns wieder in unsere Mitte holen, die am Rand stehen und sich einsam und schlecht fühlen.“

Die Deutschen seien aber auch bereit, neue Erfahrungen zu sammeln. „Wir werden dazulernen, und so werden wir neue Kraft gewinnen“, sagte der Präsident. Die alten Tugenden dürften dabei nicht in Vergessenheit geraten: „Ein bisschen mehr Ehrlichkeit, Anständigkeit und Redlichkeit im täglichen Umgang können uns wirklich nicht schaden“.

Ein Vorbild könnten sich die Politiker vielerorts an den Bürgern nehmen, erklärte Köhler. „Bei meinen Besuchen im Land begegne ich jedenfalls immer wieder Menschen, die versuchen, gemeinsam etwas für ihre Anliegen in der Heimat zu bewirken, und sie lassen sich von unterschiedlichen politischen Überzeugungen überhaupt nicht stören“. Diese Bürger seien der Beweis dafür, dass sich Veränderungen gemeinsam gestalten ließen.

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