Weiter Ärger um schwaches Wahlergebnis für SPD-Generalsekretär Scholz
Gabriels Name stand bereits auf Wahlzetteln

Dem niedersächsischen SPD-Vorsitzenden Gabriel war nachgesagt worden, er habe Ambitionen auf das Amt des Generalsekretärs. Vor der Neuwahl von Partei-General Scholz hat es Wahlzettel gegeben, auf denen Gabriels Name bereits stand.

HB BERLIN. Als SPD-Generalsekretär Olaf Scholz bei dem Bochumer Parteitag um seine Wiederwahl bangte, gab es bereits Wahlzettel, mit denen der niedersächsische SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zu seinem Nachfolger hätte gewählt werden können. SPD-Sprecher Bernd Neuendorf sagte dem «Tagesspiegel am Sonntag», dass es solche Zettel für einen zweiten und dritten Wahlgang gegeben habe, wie das Blatt vorab berichtete.

Dafür sei jedoch niemand aus der SPD-Führung, sondern ein «übereifriger Mitarbeiter der unteren Ebene» verantwortlich, betonte der Sprecher.

Gabriel reagierte empört auf den Vorgang. Sein Name werde missbraucht, um Machtkämpfe auszutragen, sagte er der Zeitung. Vor dem Parteitag hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass Gabriel Scholz ablösen wolle. Nach dem knappen Ergebnis für Scholz hatte Bundeskanzler und Parteichef Gerhard Schröder die niedersächsische SPD beschuldigt, sie trage dafür die Verantwortung.

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