
BERLIN. Nicht nur, dass die Bundesbank und die SPD ihn aus den eigenen Reihen ausschließen wollen. Auch der SPD-nahe Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung, zu dessen Gründungsmitgliedern Sarrazin zählt, will im Vorstand künftig auf ihn verzichten. Man habe sich im "gegenseitigen Einvernehmen verständigt", dass Sarrazin bei den Vorstandswahlen am 21. September nicht als Stellvertreter kandidiert, sagte Managerkreis-Geschäftsführer Werner Rechmann. Der Kreis sei froh darüber, dass Sarrazin sich nicht, wie vor dem Sommer geplant, zur Wahl stelle, weil er wohl nicht gewählt worden wäre, so Rechmann. Er bleibt aber Mitglied.
Seitdem vor zwei Wochen erste Vorabdrucke aus Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" erschienen sind, beherrscht Sarrazin mit seinen Thesen über Integration von Einwanderern die Debatte. In mehreren Interviews führte er den mangelnden Schulerfolg von Kindern türkischer und arabischer Eltern auf biologische Ursachen zurück. Die Bundesregierung prüft zurzeit einen Antrag der Bundesbank, Sarrazin aus dem Vorstand der Notenbank zu feuern.
Erst jetzt wurde bekannt, dass Sarrazin im vergangenen Jahr sogar als Vorsitzender des Managerkreises vorgesehen war. Nachdem er sich in einem Interview mit der Zeitschrift "Lettre International" aber über Türken und Araber in einer Weise äußerte, die in der Öffentlichkeit als verletzend empfunden wurde, entschied der Kreis, ihn lediglich zum Stellvertreter zu wählen, wozu es nun nicht kommt.
Neuer Sprecher des Managerkreises soll der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Klaas Hübner werden, der in Sachsen-Anhalt ein Anlagebau-Unternehmen aufgebaut hat und als Unternehmer führt. Hübner löst Karl Kauermann ab, der aus gesundheitlichen Gründen nurmehr für den Stellvertreter-Posten kandidieren möchte.
Manager - Denkfabrik kaput?
Armes Deutschland
Schönen Tag noch
Die Überschrift müsste besser heissen:
SPD im Volk immer mehr isoliert.
Sollte diese meine Schlussfolgerung vom Autor beabsichtigt sein?
Die SPD wird sich noch ganz gewaltig umsehen, wenn sie bei der nächsten bundestagswahl unter die 20% rutschen!! Das wird ein Fest.
5 Kommentare
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