Welteke soll auf Teile seines Gehaltes verzichten
Union warnt Regierung vor dem Verkauf der Goldreserven

Finger weg von den Goldreserven, warnt der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Volker Kauder, die Bundesregierung. Zudem legt er Welteke eine Gehaltskürzung nahe, solang dieser sein Amt ruhen lässt.

HB BERLIN. Die Unions-Fraktion will einem Pressebericht zufolge von der Bundesregierung wissen, ob diese wegen Meinungsverschiedenheiten über den Verkauf der Goldreserven die Ablösung von Bundesbankpräsident Ernst Welteke betreibe. «Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will wissen, was an den Gerüchten dran ist», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Volker Kauder, der «Welt am Sonntag». Dazu wolle die Union die Bundesregierung in den nächsten Tagen befragen. «Ich kann die Bundesregierung nur warnen: Hände weg vom Gold der Bundesbank», sagte Kauder dem Bericht zufolge.

Die Bundesregierung hatte am Freitag einen Bericht des «Focus» zurückgewiesen, wonach ihr eine Ablösung Weltekes gelegen käme. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe Welteke noch im März ausdrücklich für seinen Vorschlag gelobt, Goldreserven zu verkaufen, um Bildungsinvestitionen zu fördern.

Weitere Kritik übte Kauder an dem Plan des Bundesbank-Vorstandes, einen Ethikberater zu berufen. Es sei eine Zumutung, wenn Spitzenbeamte nicht wüssten, was anständig oder unanständig sei. «Dann sind sie am falschen Platz. Im Übrigen sollte Welteke, solange die Amtsgeschäfte ruhen, wie bei einem Disziplinarverfahren für Beamte das Gehalt gekürzt werden», forderte Kauder weiter.

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